Digitale Agenda

Wie die Digitalisierung der Verwaltung beschleunigt werden kann

Kommt die Sprache auf den "digitalen Zustand" von Staat und öffentlicher Verwaltung in Deutschland, ist die Zahl der Kritiker groß und der Ton scharf. Vom digitalen Entwicklungsland, das die digitale Transformation verschlafen habe, ist die Rede. Der Verwaltung fehle es an Know-how und Personal und der Politik schlicht am Willen, die Digitalisierung umzusetzen.

Das sind die wichtigsten Akteure der Digitalisierung

Die Digitalisierung spaltet die Nation: Immer mehr Menschen leben online, chatten, statt zu sprechen und streamen, statt zu kaufen. Während das Digitale den Alltag durchdringt, kämpfen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft um die Grundfesten. Digitalisierung bedeutet Fortschritt, neue Apps, neue Möglichkeiten, Wachstum, Kooperation. Dazu gehört aber auch, dass Daten entstehen, die gesammelt und missbraucht werden können – und von denen noch niemand weiß, wem sie gehören.

Virale Storys allein genügen nicht

Mit Schlagworten wie "Industrie 4.0" und "Smart Service Welt" hat die Politik in den vergangenen Jahren einen Weckruf an die Wirtschaft gesendet. "Wendet Euch der Digitalisierung zu", lautete der Appell, der mittlerweile angekommen ist. Berater erhalten täglich Anfragen von Führungskräften, die das digitale Zeitalter in seiner Komplexität verstehen und die Chancen ergreifen wollen, die sich bieten.

Schattenseiten der Digitalisierung

Infolge der Digitalisierung wird unsere Infrastruktur immer häufiger Ziel von Cyber-Angriffen. Dem versucht die Bundesregierung beizukommen – zuletzt mit dem IT‑Sicherheitsgesetz. Mit dem neuesten Verordnungsentwurf, der den Anwendungsbereich des Gesetzes konkretisieren soll, setzt das Innenministerium diesen Weg fort.

Digital? Ja! Innovativ? Naja...

Anlässlich des 3. Zukunftkongresses Staat und Verwaltung ist die repräsentative, bundesweite Studie "Zukunftspanel Staat & Verwaltung 2015" veröffentlicht worden, in der Herausforderungen für die öffentliche Verwaltung analysiert werden. Dass rund ein Drittel der Befragten die Antworten per Post oder Fax verschickten, ist symptomatisch für die weit verbreitete Skepsis, mit der viele Behörden den digitalen Kanälen noch immer gegenüberstehen. Etwa 43 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihre größte Sorge sei die Umsetzung des E-Government-Gesetzes.

Wie man den digitalen Umbruch kommuniziert

Auf der Cebit in Hannover wird in diesen Tagen der aktuelle Empfehlungsbericht "Smart Service Welt" der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) an die Bundesregierung überreicht. Er beinhaltet Handlungsempfehlungen zum Zukunftsprojekt "Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft" im Rahmen der digitalen Agenda. Experten aus über 70 Unternehmen, Verbänden und der Wissenschaft haben in zweijähriger Arbeit deutlich gemacht, dass die Potenziale der Digitalisierung hierzulande nicht ausgeschöpft werden.

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