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Wahlumfragen sind keine Wahrsagerei

Es war ein Katastrophenjahr für Umfragen: 2016 stimmte erst die Mehrheit der Briten für den Ausstieg aus der EU, ein paar Monate später stimmten die Wahlmänner und -frauen für Donald Trump als Präsidenten der Vereinigten Staaten. Viele Politiker und Politikbeobachter haben die Entscheidungen kalt erwischt. Hieß es nicht, dass Clinton zu 70, 80 oder gar 90 Prozent gewinnen werde? Es kam anders.

Wie man Wahlprognosen richtig interpretiert

Die Meinungsforschung steht in der Kritik. Es gab Wahlen in Deutschland, bei denen einzelne Institute mit einer Abweichung von acht Prozentpunkten ziemlich danebenlagen. Auch die US-Wahl 2016 hat für Aufsehen gesorgt. Wie kann es zu solchen Irrtümern kommen? Ist der Wähler zum undurchschaubaren Wesen mutiert? Müssen für die Auswertungen neue Formeln entwickelt werden oder manipulieren die Meinungsforscher gar die Auswertungen?

Selbstbetrug mit Ansage

Wie konnte das passieren? Eine Strategie, die deutlich erkennbar immer unrealistischer wurde, je näher der Wahltag rückte? Eine Wunschkoalition, die nach allen Umfragedaten komplett chancenlos war, aber für beide Parteien die einzige selbsterklärte Option? Wie konnten SPD und Grüne nur derart realitätsblind sein, im Bundestagswahlkampf einzig und allein auf die rot-grüne Karte zu setzen?

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