Christian Wulff

Zu Besuch beim Bundespräsidenten a. D. Christian Wulff

Christian Wulff hat den Kaffeetisch gedeckt, das Geschirr nennt sich "Emperor’s Garden". "Man freut sich ja richtig über Besuch", sagt er, als er mich ins Wohnzimmer bittet. Ich darf mir einen Platz aussuchen. "Tee?", fragt er. "Kaffee?" Auf dem Tisch stehen vier Kuchenstücke, verteilt auf zwei Teller. "Die hab ich extra beim Bäcker Gaues geholt", sagt Christian Wulff, "der hat das Hotel Adlon in Berlin mit Brot beliefert und eine gewisse Zeit auch das Schloss Bellevue." Wir setzen uns. 

Weg mit der Salami

Wenn später einmal zurückgeblickt und die Frage gestellt wird, wann das Ganze an Glaubwürdigkeit verlor und sich der Grenze zur Lächerlichkeit annäherte, wird man das Fernseh-Interview erwähnen. Seit Wochen, wird man erzählen, stand Bundespräsident Christian Wulff schon in den Schlagzeilen, wegen eines Haus-Kredits und eines Anrufs beim „Bild“-Chefredakteur. Das Gespräch in ARD und ZDF glich an manchen Stellen einem Schachspiel, an anderen einem Gerichtsprozess. Es war wie erwartet.

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