CDU

Das Machtsystem Von der Leyen

Ursula von der Leyen wird erst in zwei Stunden mit dem Hubschrauber angeflogen kommen, doch schon jetzt lässt ein einziger Satz sie in allen Köpfen landen: "Denken Sie daran, es geht um die besten Bilder." Die Infanterieschule in Hammelburg. Die Bundeswehr hat zum Medien­tag in das fränkische Garnisonsstädtchen geladen – und Heerscharen von Journalisten sind gekommen. Zum Peschmerga-Gucken und zur Von-der-Leyen-Show.

Von der Schwierigkeit, kommunikativ Vertrauen aufzubauen

Der 24. September 2017 wird in die Geschichtsbücher als ein Einschnitt in Bezug auf das deutsche Parteiensystem nach dem zweiten Weltkrieg eingehen. Nach einem zugegebenermaßen mauen Wahlkampf gab es lange Gesichter auf Seiten der Volksparteien, während kleinere Parteien triumphierten und sogar wieder oder neu in den Bundestag eingezogen sind. Weder der 2013 noch so erfolgreiche Wahlspruch "Sie kennen mich" von Amtsinhaberin Angela Merkel noch die kumpelhaft-freundliche Art ihres Herausforderers Martin Schulz wurden im erhofften Maße von den Wählern goutiert.

"Sie haben Migrationshintergrund? Das überrascht mich!"

"Sie haben Migrationshintergrund? Das überrascht mich!" Diese Aussage höre ich häufiger. Offenkundig haben die meisten Menschen in unserem Land ein bestimmtes Bild von Einwanderern und ihren Nachkommen. Interessanterweise macht es dabei keinen Unterschied, ob der Fragesteller oder die Fragestellerin selbst einen solchen Hintergrund hat oder nicht. Die landläufige Vorstellung geht scheinbar unabhängig von der Herkunft davon aus: Einwanderer kommen aus fernen Ländern und sehen fremdländisch aus.

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Psychogramm einer Kanzlerin

Ein Mittwoch im Mai 1995. Kabinettssitzung im Bonner Kanzleramt. Helmut Kohl ist sauer. Angela Merkel hat einen Plan mitgebracht. Sie will dem alljährlichen Sommersmog in jenen Jahren mit Fahrverboten begegnen. Die Pläne sind nicht abgestimmt. Kohl wird unwirsch, faltet Merkel zusammen. Andere Kabinettsmitglieder legen nach. Merkel kommen die Tränen, wird verstockt, will unbedingt Recht behalten, unbedingt das Richtige tun. Die Gefühle gehen mit Merkel durch. Kohl bremst sie aus. Es ist die erste heftige Niederlage von Kohls ­Mädchen.

Rebell auf Regierungslinie

"Zielstrebigkeit und Ehrgeiz fallen mir da als Erstes ein", sagt Josef Barnekamp, der als Redakteur der "Borkener Zeitung" den Aufstieg von Jens Spahn seit 15 Jahren verfolgt. "Er wusste schon relativ früh, was er wollte." Wie wahr. Schon mit 15 trat er der Jungen Union bei, mit 17 der CDU und mit 22 zog er in den Bundestag ein, als direkt gewählter Abgeordneter. Das ist auch im katholisch geprägten Münsterland – nach wie vor CDU-Kernland – eine stramme Karriere.

Wo steckt eigentlich Oswald Metzger?

Herr Metzger, Sie sind 2002 aus dem Bundestag ausgeschieden. Welche Rolle spielt Politik heute für Sie?

Oswald Metzger: Ich bin ein politischer Mensch geblieben. Doch der Abstand ist da. Ich sehe Politik heute weniger taktisch. Anders als zu Mandatszeiten bin ich auch keine Person des öffentlichen Lebens mehr. Ich muss mich in Gesprächen auf der Straße nicht ständig mit Politik auseinandersetzen. Das ist angenehm.

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