CDU

"Keiner kann es alleine. Sie brauchen Mitstreiter."

Frau Süssmuth, für eine CDU Politikerin haben Sie untypische Themenschwerpunkte. Weshalb sind Sie damals eigentlich in die CDU eingetreten?

Ich komme aus einer christdemokratischen Familie, sicherlich spielt auch der Einfluss dort eine Rolle. Und wenn Sie so wollen, hatte ich den Eindruck, dass es in der CDU zum damaligen Zeitpunkt am meisten zu tun gab. Ich bin vielleicht kein guter Parteisoldat, da mir immer die Sache das Wichtigste ist. Aber jeder hat auch seine Zugehörigkeiten.

"Die Glaubwürdigkeit der CDU beruht auf dem Bekenntnis zu ihren Wurzeln"

Herr Vogel, Sie sind bis heute der einzige Politiker, der es in zwei Bundesländern zum Ministerpräsidenten gebracht hat. Wie schafft man das?

Dieses Alleinstellungsmerkmal ist nicht mein Verdienst. Es ist einer besonderen Situation nach der friedlichen Revolution in der DDR zu verdanken. Ich hoffe, dass sich eine solche Situation nie wiederholen wird und ich diesbezüglich ein Unikat bleibe.

Sie hatten ein bewegtes Politikerleben. Was war eigentlich Ihr schönster Erfolg?

Die Twitter-Kommunikation zum CDU-Bundesparteitag 2018

Der CDU-Bundesparteitag war historisch: Erstmals standen mit Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn drei Kandidaten für den Bundesvorsitz zur Auswahl. Kramp-Karrenbauers Sieg in der Stichwahl war mit 51,7 Prozent besonders knapp. Selten war das Medieninteresse so groß und die Union bei der Frage nach der Zukunft des CDU-Vorsitzes so gespalten. 

Sind die Grünen die wahre liberale Partei, Herr Schlauch?

Herr Schlauch, Sie haben im Kampf um Europa und seine Ideale eine stärkere Debatte gefordert. Glauben Sie, dass nach dem Abgang von Angela Merkel hier mehr möglich sein wird?

Naja, ich würde diese Zurückhaltung Deutschlands in der europäischen Frage nicht nur Angela Merkel ins Wachs drücken. Sie hat lange, ganz lange gebraucht, um die Dimension Europa einigermaßen adäquat aufzunehmen. Aber sie hat sie dann auch aufgenommen. Das muss man ihr schon zugutehalten.

Woran machen Sie das fest?

Aktives Zuhören als Mittel der politischen Kommunikation

Das Konzept des aktiven Zuhörens wurde durch den US-amerikanischen Psychologen Carl Rogers geprägt. Es beschreibt das Zuhören als eine Form der Empathie, die einen proaktiven Charakter hat. Der Zuhörer wird dabei vom reinen Informationsempfänger zum Akteur. So kann er der Gegenseite Verständnis entgegen bringen und eine persönliche Beziehung zu ihr aufbauen.

Das Machtsystem Von der Leyen

Ursula von der Leyen wird erst in zwei Stunden mit dem Hubschrauber angeflogen kommen, doch schon jetzt lässt ein einziger Satz sie in allen Köpfen landen: "Denken Sie daran, es geht um die besten Bilder." Die Infanterieschule in Hammelburg. Die Bundeswehr hat zum Medien­tag in das fränkische Garnisonsstädtchen geladen – und Heerscharen von Journalisten sind gekommen. Zum Peschmerga-Gucken und zur Von-der-Leyen-Show.

Von der Schwierigkeit, kommunikativ Vertrauen aufzubauen

Der 24. September 2017 wird in die Geschichtsbücher als ein Einschnitt in Bezug auf das deutsche Parteiensystem nach dem zweiten Weltkrieg eingehen. Nach einem zugegebenermaßen mauen Wahlkampf gab es lange Gesichter auf Seiten der Volksparteien, während kleinere Parteien triumphierten und sogar wieder oder neu in den Bundestag eingezogen sind. Weder der 2013 noch so erfolgreiche Wahlspruch "Sie kennen mich" von Amtsinhaberin Angela Merkel noch die kumpelhaft-freundliche Art ihres Herausforderers Martin Schulz wurden im erhofften Maße von den Wählern goutiert.

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