Bundestagswahl

„Für Merkel kann es nur abwärts gehen“

Herr Professor Korte, hat Sie der Wahlausgang überrascht?

Karl-Rudolf Korte: Ja. Dass die Union beinahe die absolute Mehrheit erreicht, hätte ich nicht gedacht.

Und dass die FDP aus dem Bundestag fliegt?

Damit hatte ich gerechnet, ebenso wie mit dem starken Abschneiden der AfD, das zeigt, dass das Thema Eurokrise bei dieser Wahl eine wichtige Rolle gespielt hat.

Youngsters im Anmarsch

In die „Tiefste Provinz“ hat es Max Koziolek verschlagen – so heißt das kleine Theater im brandenburgischen Kremmen, das dem jungen Mann in lässiger Hose und leichtem Baumwolljackett an diesem Sonntag im August als politische Bühne dienen soll. Die rund 80 Besucher finden nur knapp Platz, um das Wahlkampf-Schauspiel auf dem Podium zu verfolgen, in dem Max Koziolek für sie allerdings eher die Nebenrolle spielt. Ihr Hauptdarsteller – das wird schnell klar – ist Gregor Gysi.

„Sechs Stunden Schlaf, sonst wird das nix“

p&k: Herr Kahrs, Sie gelten als erfolgreicher Straßenwahlkämpfer. Was machen Sie denn anders? Verteilen Sie am Info-Stand etwa Hamburger Fischbrötchen?
Johannes Kahrs: Nein, ich bin ein Fan von klassischen Werbemitteln. Das gute alte Stellschild im Format A0 aus Holz ist für mich immer noch ideal, um viele Menschen im Wahlkreis zu erreichen, egal ob Nerd, Yuppie, Rentner oder Unternehmer.

"Merkel zeichne ich blind"

p&k: Frau Henniger, Herr Ehrt, Herr Stuttmann, die Wahlkampfzeit gilt als Hochzeit der Politik. Ist sie auch eine Hochzeit für politische Karikaturisten?
Barbara Henniger: Es ist jedenfalls eine Zeit der besonderen politischen Aufmerksamkeit. Ich persönlich versuche zu unterscheiden, was Politik ist und was Getöse. Interessant, wie diese Scheinauseinandersetzungen immer nach denselben Mustern ablaufen.

Steinbrück gewinnt auf Twitter

Wie verlief das TV-Duell in den sozialen Netzwerken? Das Social-Media- Monitoring-Unternehmen Meltwater hat es für p&k ausgewertet. Fazit: Über Angela Merkel wurde zwar im Netz mehr gesprochen, im Vergleich zum Zeitpunkt vor dem Duell konnte der Herausforderer jedoch aufholen. Ingsgesamt gab es zum Stichwort #tvduell 279.000 Tweets. Webig überraschend: Am meisten interessierte die Netzgemeinde beim Duell die Debatte um den NSA-Skandal.

Wie im Pavian-Käfig

Er kann es einfach nicht lassen. Sobald Stefan Raab eine gewisse Anzahl von Leuten um sich herum hat, muss er einfach entertainen. „An welche Szene erinnert Sie das hier?“, fragt der 46-Jährige die versammelte Presse im türkisfarbenen Studio B in Berlin-Adlershof, wo am Sonntag das TV-Duell zwischen Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) stattfindet.

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