Bundestag

Unter Erbsenzählern

Es geht um Geld, um viel Geld sogar. Ausgaben von rund 300 Milliarden Euro sieht der Haushaltsentwurf für 2014 vor – vorgelegt noch von der alten Bundesregierung. Geld, über dessen Verteilung innerhalb der Bundesregierung heftig gestritten wird. Entschieden aber wird die Frage, welcher Minister für welche Vorhaben wie viel Geld ausgeben darf, im Haushaltsausschuss des Bundestages. Die 41 Mitglieder des Gremiums sind die Sparfüchse des Parlaments. Sie sind geachtet und gefürchtet. Bei den eigenen Abgeordneten und den Ministerien gleichermaßen.

"Herr Kiesewetter, ist Ihr Alltag als Abgeordneter so ermüdend?"

p&k: Herr Kiesewetter, auf der Leipziger Buchmesse wird ein Gedichtband von Ihnen vorgestellt. Der Titel lautet „Auszeit“. Ist Ihr Alltag als Abgeordneter so ermüdend?

Roderich Kiesewetter: Nein. Seit 30 Jahren pflege ich eine literarische Ader. Wenn mir etwas einfällt, gönne ich mir eine Auszeit und mache Notizen. So sind 130 Gedichte entstanden, davon habe ich nun 18 veröffentlicht. Da die Gedichte mit meiner Arbeit nichts zu tun haben, habe ich den Band „Auszeit“ genannt.

Münchner Netzwerker

Politik erscheint manchmal selbst im Sieg ungerecht. Obwohl Wolfgang Stefinger den Wahlkreis München-Ost mit 44,7 Prozent im ersten Anlauf geholt hat, lästert der „Münchner Wochenanzeiger“, der 28-Jährige sei bis vor Kurzem außerhalb von Waldperlach ein „unbeschriebenes Blatt“ gewesen. Stefinger sieht das ganz anders: „Ich denke, ich bin im Wahlkreis inzwischen sehr bekannt.“ Und auch beliebt.

Was ist denn ein Mitarbeiter-Sharing, Herr Movassat?

Herr Movassat, herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl! Mussten Sie am Wahlabend lange zittern?

Nein, es gab ja vom WDR für die Linkspartei in NRW relativ bald eine Prognose von 6,5 Prozent. Und dann war es eigentlich klar.

Und wie fühlt man sich mit zwei Sternen im Kürschner?

Ich freue mich natürlich riesig über die Wiederwahl. Langsam fallen die Last und die Unsicherheit mit Blick auf den Wahlausgang von mir ab. Ich kann immer noch nicht ganz realisieren, dass der Wahlkampf jetzt zu Ende ist.

Der weite Weg zum Markenzwieback

Hallo, wir sind die Neuen“ titelte „Spiegel online“ eine Woche nach der Bundestagswahl und meinte damit die 229 Abgeordneten, die zum ersten Mal in den Bundestag einziehen. Dort müssen sie – unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu Koalitions- oder Oppositionsfraktionen – nun erst einmal ihren Platz finden. Und zwar nicht nur im räumlichen Sinne, sondern auch im ganz persönlichen. Den eigenen Platz zu finden, heißt auch sich zu positionieren, sich messbar von anderen abzugrenzen und zu unterscheiden.

"Sport schweißt zusammen"

[no-lexicon]p&k: Sie haben über 300 Spiele für den FC Bundestag bestritten, die meisten davon als Kapitän. Im Herbst scheiden sie nun aus dem Bundestag aus, damit endet auch Ihre Zeit bei den Parlamentskickern. Sind Sie schon wehmütig?[/no-lexicon]

Riegert: Ja, sehr sogar. Das ist natürlich ein Einschnitt, wenn man mit einer Mannschaft über 20 Jahre lang regelmäßig gespielt hat. Ich habe viel Schönes, aber auch einige Niederlagen mit meinem Team erlebt.

Nach Berlin ziehen?

Vor 20 Jahren beschloss der Bundestag den Umzug von Parlament und Bundesregierung nach Berlin. Doch noch heute haben sechs Ministerien ihren Hauptsitz in Bonn. Kritiker fordern seit langem, die Regierung komplett in die Hauptstadt zu verlegen.
Ist es an der Zeit, das Bonn-Berlin-Gesetz zu revidieren?

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