Bundestag

Die Ausgleichende: Irene Mihalic

Die Dame in grüner Uniform ist ein Hingucker. Ein wenig steif um die Hüften zwar, aber mit Abzeichen dekoriert, lehnt die Schaufensterpuppe in der Ecke von Irene Mihalics Büro. "Sie trägt meine alte Dienstuniform", erklärt die Grünen-Abgeordnete. In weißem T-Shirt und leicht verknitterter Leinenhose rückt sie auf Wunsch des Fotografen die Puppe näher an ihren Schreibtisch. „Als ich in den Bundestag kam, habe ich aber beschlossen, dass sie hier einen Platz bekommen soll – als Erinnerung daran, woher ich komme“, erzählt die 37-Jährige.

Die Selbstbestimmte: Nina Warken

Sie mag diese Perspektive: Alle Kollegen vor sich, das Geschehen im Blick. "Ein ehrfürchtiges Gefühl" habe sie "da oben", als Schriftführerin im Plenarsaal des Deutschen Bundestages, rechts oder links vom Platz des Präsidenten, erzählt Nina Warken. Dann kann die CDU-Abgeordnete es manchmal gar nicht glauben, dass sie 2013 ins Parlament gewählt wurde.

"Bonn ist so weit weg. Das ist wirklich Archäologie"

Herr Wonka, Sie haben in Berlin einen eigenen Hintergrundkreis, "Die Provinz". Hatten Sie schon einmal Herrn Neukirchen zu Gast?

Wonka: Nein, wir laden keine Interessenvertreter ein … (stutzt). Wobei, das stimmt nicht. Natürlich laden wir den Vorsitzenden des DGB ein oder den Vorstandsvorsitzenden von BMW. Das sind beide Interessenvertreter. Auch Herr Wiefelspütz als SPD-Abgeordneter ist ein Interessenvertreter.

"Bonn war 50 Jahre gute Politik"

p&k: Herr Neukirchen, Herr Wonka, Herr Wiefelspütz, wann waren Sie zuletzt in Bonn?

Johannes Neukirchen: Vor zwei Wochen.

Dieter Wonka: Vor zwei Jahren. Es kam mir vor, als sei ich schon hundert Jahre nicht mehr da gewesen.

Warum?

Wonka: Weil Bonn so schrecklich klein ist, wenn man aus Berlin kommt.

Und Sie, Herr Wiefelspütz? Wann waren Sie zuletzt dort?

Rhetorikcheck: Heiko Maas

[no-lexicon]Heiko Maas, Justiz- und Verbraucherschutzminister der Bundesregierung, wirkt geradlinig, stimmlich kraftvoll und selbstbewusst, als er gegen Mittag an das Rednerpult tritt. Im Deutschen Bundestag geht es um die von ihm angestrebte Verschärfung des Sexualstrafrechts. Als Jurist eröffnet Maas die Aussprache mit einem klassischen Einstieg: Ein Fallbeispiel über einen Freispruch des Oberlandesgerichts Koblenz. Ein Vertretungslehrer hatte sein Vertrauensverhältnis zu einer 14-jährigen Schülerin ausgenutzt und sie verführt.

Lobbyisten kritisieren Große Koalition

Bereits zum 13. Mal hat MSL Germany im Juli und August mehr als 300 Public Affairs- Verantwortliche in Unternehmen und Verbänden um eine Einschätzung der Arbeit der Bundesregierung gebeten. 54 Prozent der Befragten bewerteten die Große Koalition als "schlecht", 43 Prozent als "gut". Damit steht eine Mehrheit der Befragten der Regierungsarbeit kritisch gegenüber. Verglichen mit der vorangegangen schwarz-gelben Koalition schneidet das aktuelle Regierungsbündnis allerdings wesentlich besser ab.

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