Bundestag

Rhetorikcheck: Ole Schröder

Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg (Die Grünen) eröffnet die Aussprache über eine Ausweitung der Aufnahme von syrischen und irakischen Flüchtlingen mit einer schlechten Nachricht: Das Welternährungsprogramm muss seine Hilfe für die syrischen Flüchtlinge einstellen. Als Ole Schröder (CDU) ans Rednerpult tritt, können sich die Nerven wieder etwas beruhigen – als parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren kennt er die Zahlen, Daten und Fakten über Asyl- und Hilfesuchende ganz genau – besonders jene über Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.

Der Büroleiter als Gatekeeper

Bundestagsabgeordnete sind selbstverständliche Adressaten von Lobby-Arbeit, deren Büroleiter – bislang – nicht. Dabei sind sie nah dran am politischen Geschehen und sehen sich selbst auch mit einem großen Gestaltungsspielraum ausgestattet und als einflussreich an. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des center of political economy and society berlin (copes), die in Zusammenarbeit mit der Quadriga Hochschule Berlin durchgeführt wurde.

Fraktion Ost im Bundestag?

Lange waren die Grünen in den Medien nicht mehr so positiv präsent wie in den letzten Sommertagen dieses Jahres: Statt Tempo-30-Zonen und Veggie-Day, einem Verbot von Plastiktüten oder Motorrollern widmete sich die Partei der Freiheit: Einen Tag lang loteten Wissenschaftler, Bürgerrechtler und Politiker das komplexe Spannungsverhältnis zwischen individueller Handlungsfreiheit und Demokratie, sozialer und ökologischer Gerechtigkeit aus.

MdB auf Abruf

Manchmal wird Janosch Dahmen von seinem Chef gefragt, wie lange er noch für ihn arbeiten wird – mitten in einer OP. "Bisher konnte ich immer die Wasserstandsmeldung geben, dass alles beim Alten ist", erzählt der 33-Jährige. Er ist Chirurg in der Notfallambulanz der Unfallklinik Duisburg. Vor einem Jahr wäre er um ein Haar für die Grünen in den Bundestag eingezogen. Seit der verlorenen Wahl ist er wieder am OP-Tisch und im Rettungshubschrauber im Einsatz.

Rhetorikcheck: Cem Özdemir

Am dritten Jahrestag der Aufdeckung der NSU-Verbrechen herrscht im Deutschen Bundestag breiter Konsens: Schrecken und Anteilnahme; der Wille zum "Dranbleiben", wie Eva Högl (SPD) es formuliert, eint die Abgeordneten. Der vierte Redner in der Debatte ist Cem Özdemir. Welche Akzente wird der Bundesvorsitzende der Grünen setzen?

Warum ich gegen die Quote bin

"Du lernst es auch noch!" ist einer meiner "Lieblingssätze". Ich habe ihn oft gehört im Laufe des Erwachsenwerdens. Mit dieser altväterlichen Zurechtweisung zur Beendigung einer Debatte wird gern auf die vermeintliche Überlegenheit aufgrund des höheren Lebensalters verwiesen. Ein vermeintliches "Totschlagargument". Doch handelt es sich dabei nicht einmal um ein Argument. Es überzeugt nicht.

"Wir waren schon immer Trendsetter"

Herr Nouripour, was war für Sie als Eintracht Frankfurt-Fan Ihr schönstes Erlebnis mit dem Fanclub "bundesAdler"?

Omid Nouripour:  Das war natürlich der Wiederaufstieg in die Bundesliga im Jahr 2012 und damit die Wiederherstellung der Naturgesetze. Eintracht Frankfurt gehört natürlich in die Erste Liga. Alles andere wäre so, als würde die Schwerkraft aussetzen.  

Die Eigenwillige: Nina Scheer

Politisch interessiert war sie schon als Schülerin. Und lange bevor sie im vergangenen Jahr in den Deutschen Bundestag eingezogen ist, hat sie sich auch politisch engagiert. Mit 15 Jahren ist Nina Scheer in die SPD eingetreten, die Partei, der auch ihr Vater angehörte. Hermann Scheer war bis zu seinem Tod 2010 die Instanz der Sozialdemokraten beim Thema Energiewende. Heute ist die Energiewende ihr zentrales Thema. Dabei hat sie nach dem Abitur erst einmal einen ganz anderen Weg eingeschlagen und in Essen Violine studiert.

Die Souveräne: Susanna Karawanskij

"Oh Gott! Wie verrückt!" Susanna Karawanskij – schwarzes Haar, schwarzes Kleid, schwarze Pumps – sitzt mit übereinandergeschlagenen Beinen in ihrem Bundestagsbüro, zieht die Augenbrauen hoch und lacht. Dass manche Zeitungen sie zum "neuen, schönen Gesicht des Sozialismus" und zur Konkurrenz für die Vizevorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hochstilisieren, amüsiert die Linken-Abgeordnete aus Nordsachsen sichtlich.

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