Bundestag

Rhetorikcheck: Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt ist wütend. Doch die Wut der Grünen-Fraktionschefin ist nicht laut oder aufbrausend. Sie ist ernst und sehr eindringlich – hörbar gleich zu Beginn: "Vor eineinhalb Jahren // sind schon einmal // mehrere Hundert Flüchtlinge ertrunken // vor Lampedusa." Bemerkenswert lange Pausen und ein ernster Ton setzen jene Erinnerungsbilder frei, die wir aus den Nachrichten kennen und die nur schwer zu ertragen sind: "Ganz Europa // ist damals auf die kleine Insel gepilgert // und es gab Versprechen und Schwüre, // dass das nie wieder // passieren dürfe.

Der Bösewicht von der SPD

Wrestling – in Deutschland auch Catchen genannt – ist in erster Linie Schaukampf. Matthias Ilgen beschreibt es als "knallharten Vollkontakt-Kampfsport mit choreografischen Anteilen". Die Griffe, Tritte und Sprünge sind echt. Doch ganz anders als beim ­politischen Schlagabtausch geht es nicht unbedingt darum, dem Gegner zu schaden sondern darum, eine gute Show für das Publikum abzuliefern.

Lehrstunde bei Meister Hummel

Mit zehn Minuten Verspätung und etwas abgehetzt kommt Mahmut Özdemir zum Treffpunkt, einer auf Oldtimer spezialisierten Autowerkstatt in Berlin-Kreuzberg. "Es gab ein Missverständnis beim Fahrdienst", murmelt der SPD-Abgeordnete entschuldigend. Verwechslungen mit seinem grünen Namensvetter sieht der 27-Jährige gelassen.

Rhetorikcheck: Oliver Krischer

Endlich. Kurz vor Jahresende spricht Oliver Krischer (Bündnis90/Die Grünen) im Bundestag aus, was viele denken: Die Maut ist absurd. Sie ist unseriös, bringt keine zusätzlichen Einnahmen und schadet sogar, weil Nachbarländer dem Modell folgen werden. Doch der Reihe nach. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat 2013 als Generalsekretär seiner Partei zum Wahlsieg verholfen. Das geht am besten, indem man die ländlichen Gebiete Bayerns für sich gewinnt.

Und sonst so?

Angeln, Trommeln, Golfen, Kickern, Auto schrauben, Tischtennis oder Wrestling: Es gibt viele Wege, sich von einer Sitzungswoche zu erholen. In diesem Jahr interessierte sich p&k für die private Seite der Abgeordneten. Wofür nutzen sie die Freizeit, die ihnen bleibt? Einige der 631 Bundestagsabgeordneten haben – teils überraschende – Hobbys.

"Die Treffen mit Freunden werden rarer"

[no-lexicon]p&k: Nicht nur die vielen Interessenvertreter sind typisch für das politische Berlin, es gibt auch zahllose Journalisten. Das Mediengeschäft in der Hauptstadt folgt dabei ganz eigenen Regeln. Herr Diaby, wissen Sie, was "unter drei" heißt?

Karamba Diaby: Nein.

Frau Giousouf, Frau Verlinden, ist Ihnen das geläufig?

Cemile Giousouf: Es gibt unterschiedliche Geheimhaltungsstufen, das ist eine davon.

"Am Anfang habe ich ganz schön abgenommen"

Die Geschichte beginnt im Sommer 2013, mitten im Wahlkampf. In Porträts stellt p&k aussichtsreiche Kandidaten zur Bundestagswahl vor. Drei von ihnen – Julia Verlinden (Grüne), Karamba Diaby (SPD) und Cemile Giousouf (CDU) – gelingt der Einzug ins Hohe Haus. In Interviews mit p&k sprechen die MdB-Neulinge wenig später über ihre Gefühle am Wahlabend und ihre Pläne für Berlin. Ein Jahr ist seither vergangen – Zeit für eine erste Bilanz.

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