Bundesländer

Kein Raum für Duelle

Angela Merkel und Friedrich Merz werden jenen 14. Juli des Jahres 2000 gewiss nie vergessen. Die frisch bestallte CDU-Vorsitzende und der Unionsfraktionschef hatten sich vorgenommen, die rot-grüne Steuerreform zu stoppen – aus inhaltlichen wie aus machtpolitischen Erwägungen. Beide waren neu im Amt und mussten sich beweisen. Die Chancen standen günstig, denn die Union hatte eine Mehrheit im Bundesrat.

Seltener wählen?

In sieben Bundesländern sind die Bürger in diesem Jahr aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Kritiker befürchten, dass der ständige Wahlkampf die Bundespolitik lähmt. Ihr Vorschlag: Die Landtagswahlen in Deutschland nach Art der Halbzeitwahlen in den USA auf wenige Termine zu bündeln – doch ist eine solche Reform sinnvoll?

Rosamunde-Pilcher-Stil

Die Niedersachsen-Wahl galt als Stimmungstest mit bundespolitischer Bedeutung. Entsprechend viel Parteiprominenz war von Aurich bis Holzminden unterwegs, um rote Rosen und im Falle der CDU „I’m a Mac“-Snacks zu verteilen – der Straßenwahlkampf hatte Hochkonjunktur. Doch wie sah es bei der „Schicksalswahl“ von Hannover mit dem Online-Wahlkampf der Spitzenkandidaten von CDU und SPD aus?

„Kleine Wichmänner“

p&k: Zehn Jahre nach „Herr Wichmann von der CDU“ haben Sie einen neuen Film über den Politiker aus Brandenburg gedreht. Wie kamen Sie auf die Idee?
Dresen: Ich habe in den letzten Jahren nie wirklich den Kontakt zu Henryk Wichmann verloren. 2009 las ich dann plötzlich in der Zeitung, dass er als Nachrücker in den Brandenburger Landtag einzieht. Das fand ich eine interessante Ausgangssituation: Dass er nicht mehr, wie im ersten Teil, um ein Mandat kämpft, sondern eins hat.

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