Bundeskanzlerin

Von der Schwierigkeit, kommunikativ Vertrauen aufzubauen

Der 24. September 2017 wird in die Geschichtsbücher als ein Einschnitt in Bezug auf das deutsche Parteiensystem nach dem zweiten Weltkrieg eingehen. Nach einem zugegebenermaßen mauen Wahlkampf gab es lange Gesichter auf Seiten der Volksparteien, während kleinere Parteien triumphierten und sogar wieder oder neu in den Bundestag eingezogen sind. Weder der 2013 noch so erfolgreiche Wahlspruch "Sie kennen mich" von Amtsinhaberin Angela Merkel noch die kumpelhaft-freundliche Art ihres Herausforderers Martin Schulz wurden im erhofften Maße von den Wählern goutiert.

Ein Pakt fürs Leben

Es war einmal, lang, lang ist’s her. Da spuckten fast alle arrivierten CDU-Herren das Wörtchen "Girls’ Camp" aus, als wäre ihnen aus Versehen ein Pferdeapfel zwischen die Zähne geraten. Und schüttelten empört den Kopf. Das kann doch niemals gutgehen. Drei Frauen, alles bestimmend, allein bestimmend, wo’s lang geht im Zentrum des Machtsystems der Republik.

Das Mienenspiel der Kanzlerin

Bundeskanzlerin Angela Merkel war am Sonntag zu Gast im ARD-Sommerinterview. Wie ein Politiker in einem Interview oder in einer Rede auf uns wirkt, wird hauptsächlich dadurch entschieden, was er oder sie nonverbal transportiert  also was Mimik, Körpersprache und Stimme ausdrücken. Die Worte spielen selbstverständlich auch eine Rolle. Studien haben aber gezeigt, dass sie das Gefühl, das eine Person bei uns auslöst, nur geringfügig beeinflussen.

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