Brandenburg

Wahlprogramme oft unverständlich

"Alle Parteien könnten verständlicher formulieren", sagt Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim. Er und sein Team haben die Wahlprogramme zu den Landtagswahlen ins Brandenburg und Sachsen untersucht. Während Einleitung und Schlussteil oftmals gelungen formuliert seien, seien die Themenkapitel hingegen das Ergebnis innerparteilicher Expertenrunden. "Diesen ist meist gar nicht bewusst, dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler ihren Fachjargon nicht versteht. Wir nennen das den 'Fluch des Wissens'", so Brettschneider.

Sachsen, Brandenburg und Thüringen – ein Jahr vor den Landtagswahlen

Mit den drei Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen im Spätsommer und im Herbst 2019 – 30 Jahre nach der friedlichen Revolution – gelangt der siebte Zyklus der Landtagswahlen in den neuen Ländern zum Abschluss. Nicht nur die Diskussion um den "richtigen" Wahltermin zeugt von Aufgeregtheit: Die Wahl in Brandenburg und Sachsen dürfte jeweils am 1. September stattfinden, die in Thüringen am 27. Oktober. Sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen wird ein gutes Ergebnis der AfD befürchtet.

"Es gibt kein Erfolgsmodell für Dreierkoalitionen auf Landesebene"

p&k: Herr Professor Korte, der Ausgang der Landtagswahl in Thüringen war denkbar knapp, sowohl Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht als auch der Spitzenkandidat der Linken, Bodo Ramelow, haben sich am Sonntagabend zum Wahlsieger erklärt. Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Ramelow Ministerpräsident in Thüringen wird?

Wahlkampfsommer hoch drei

Über Heringshäppchen und Mettbrötchen am Strand bis hin zu Gesangseinlagen auf dem Strohballenfest: In Sachsen, Thüringen und Brandenburg stehen die Zeichen ganz auf Wahlkampf. Denn Ende August und Mitte September entscheiden die Wähler in den drei Bundesländern über die Zusammensetzung der Parlamente.

"Keine Sau braucht die FDP" - oder etwa doch?

Mit dem Mut der Verzweiflung kämpft die FDP Brandenburg ums Überleben. "Keine Sau braucht die FDP" lautet der selbstironische Slogan der Kampagne, die die Liberalen bei der Landtagswahl am 14. September über die Fünf-Prozent-Hürde retten soll. Auf mehreren Großplakaten und der Webseite der FDP prangt der Spruch in blauen Großbuchstaben vor gelbem Hintergrund. Tagelang hatte FDP-Landeschef Gregor Beyer zu der eigenwilligen Aktion geschwiegen. Auf dem Anrufbeantworter seines Handys hieß es lediglich: "Keine Sau braucht die FDP!

Youngsters im Anmarsch

In die „Tiefste Provinz“ hat es Max Koziolek verschlagen – so heißt das kleine Theater im brandenburgischen Kremmen, das dem jungen Mann in lässiger Hose und leichtem Baumwolljackett an diesem Sonntag im August als politische Bühne dienen soll. Die rund 80 Besucher finden nur knapp Platz, um das Wahlkampf-Schauspiel auf dem Podium zu verfolgen, in dem Max Koziolek für sie allerdings eher die Nebenrolle spielt. Ihr Hauptdarsteller – das wird schnell klar – ist Gregor Gysi.

„Kleine Wichmänner“

p&k: Zehn Jahre nach „Herr Wichmann von der CDU“ haben Sie einen neuen Film über den Politiker aus Brandenburg gedreht. Wie kamen Sie auf die Idee?
Dresen: Ich habe in den letzten Jahren nie wirklich den Kontakt zu Henryk Wichmann verloren. 2009 las ich dann plötzlich in der Zeitung, dass er als Nachrücker in den Brandenburger Landtag einzieht. Das fand ich eine interessante Ausgangssituation: Dass er nicht mehr, wie im ersten Teil, um ein Mandat kämpft, sondern eins hat.

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