Berlin

Berlin, Du bist so wandel­bar

Foto: Jana Legler

Im Glashaus

Maren Jasper-Winters, die 2016 für die FDP ins Berliner Abgeordneten­haus einzog, hat ihr Büro in ­einem Coworking Space eingerichtet (siehe Hintergrund). Was lässig klingt, muss rechtlich sauber sein: ­Damit vertrauliche Akten vertraulich bleiben, hat sie einen Glaskubus ­angemietet.

 

Die Berliner Wahlplakate im Motivkompass-Check

Am 18. September finden in Berlin Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Betrachten wir die Umfragewerte, wird es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen: Laut Infratest Dimap (17. August 2016) liegt die CDU bei 20 Prozent, die SPD bei 21 Prozent, dicht gefolgt von den Grünen mit 17 Prozent, den Linken mit 16 Prozent und der AfD mit 15 Prozent. Die FDP liegt mit fünf Prozent genau an der Hürde zum Einzug ins Abgeordnetenhaus.

Das Morgen von Gestern

Von der Stadtrohrpost bis zum Flughafenprojekt BER: Vieles, was einst als zukunftsweisend galt, hat seinen Zenit schon bald wieder überschritten. Werfen wir einen Blick zurück nach vorn.

Die Stadtrohrpost Berlin ging 1876 für die Öffentlichkeit in Betrieb und entwickelte sich rasch zur größten Anlage der Welt. Im Ersten Weltkrieg hatten fast alle Regierungsstellen und der Admiralstab der Kaiserlichen Marine einen Anschluss. Im Bild: Installation im Kommunikationsmuseum Berlin.

Frauen sind in der Politik unterrepräsentiert

Die Beratungsgesellschaft Kienbaum ist in einer Studie zum Frauenanteil in der Politik zu dem Ergebnis gekommen, dass noch zu wenige Frauen Leitungsfunktionen besetzen. Untersucht wurden die drei Landesregierungen Rheinland-Pfalz, Sachsen und Berlin. Maßstab war die 30-Prozent-Quote, die gesetzlich festgeschrieben ist und vorsieht, dass ab Januar 2016 in bestimmten Unternehmen bei Neubesetzungen von Führungspositionen der Frauenanteil bei mindestens 30 Prozent liegen muss. Dabei wurde auch in der Politik ein großer Nachholbedarf festgestellt.

Die Historie des politischen Salons

Vor 20 Jahren wurde die "Renaissance der Salonkultur" ausgerufen. Nicht nur, aber besonders in Berlin. Mit dem Regierungsumzug kreiste bald auch die politische Kommunikation um das Format Salon. Begegnungen im Neuberliner Flair sollten Altbackenes aus Bonn ersetzen. Es galt, Geselligkeit und Gedankenaustausch mit Stil, Ambiente und Exklusivität zu koppeln und als Hommage an die Historie zu verpacken: die Tradition als "Hauptstadt der Salons", ein Erbe der Aufklärung und der Kulturgeschichte Europas.

Das Getriebe der Hauptstadt

Die erste Nachricht ist, dass ein Mann aus der gesundheitspolitischen Szene einen Roman geschrieben hat, in dem es auch um Gesundheitspolitik geht. Florian Lanz, der Autor, ist Pressesprecher des GKV-Spitzenverbandes. Die zweite Nachricht: Herausgekommen ist ein unterhaltsamer und gut lesbarer Roman, der viele Einsichten über den Politikbetrieb und die Handlungsmuster seiner Protagonisten vermittelt.

Der Großstadt-Cowboy

Wenn es stimmt, was Kollegen erzählt haben, ist der Chef des Berliner "Stern"-Büros einer von der lässigen Sorte; einer, der unverbogen geblieben ist, sich extravagant kleidet – eine Art Großstadt-Cowboy. Das Treffen findet in seinem Büro im sechsten Stock des Spree-Palais am Dom statt. Der Stehtisch zeugt von Arbeit und einem gut organisierten Besitzer. Doch König ist nicht da.

Müllers Führungsstil – eine Mimik-Analyse

Klaus Wowereit geht, Michael Müller kommt. Vergangenen Donnerstag wurde Michael Müller zum neuen Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. Überraschend erhielt er 87 von 146 Stimmen, das sind zwei Stimmen mehr, als die Große Koalition Sitze im Berliner Abgeordentenhaus hat. Nun steht Müller vor großen Aufgaben, wie zum Beispiel die Baumängel am künftigen Hauptstadtflughafen BER in den Griff zu bekommen und die Olympischen Spiele 2024 nach Berlin zu holen. Wie wird Michael Müller diese Aufgaben bewältigen? Was verrät uns diesbezüglich seine Mimik?

Wowereits Nachfolge - eine Mimik-Analyse

Für die Bewerber um Wowereits Nachfolge schlug am Samstag die Stunde der Wahrheit. Die Stimmzettel des Mitgliederentscheids wurden ausgezählt. Um kurz nach 14 Uhr sickerte das Ergebnis durch: Stadtentwicklungssenator Michael Müller hat mit 59,1 Prozent das Votum gewonnen. Landesparteichef Jan Stöß kam nur auf 20,9 Prozent der Stimmen, der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh gar nur auf 18,6 Prozent – ein Ergebnis, mit dem kaum einer gerechnet hatte.

"Bonn ist so weit weg. Das ist wirklich Archäologie"

Herr Wonka, Sie haben in Berlin einen eigenen Hintergrundkreis, "Die Provinz". Hatten Sie schon einmal Herrn Neukirchen zu Gast?

Wonka: Nein, wir laden keine Interessenvertreter ein … (stutzt). Wobei, das stimmt nicht. Natürlich laden wir den Vorsitzenden des DGB ein oder den Vorstandsvorsitzenden von BMW. Das sind beide Interessenvertreter. Auch Herr Wiefelspütz als SPD-Abgeordneter ist ein Interessenvertreter.

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