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Wie Merkels Vermittler Bündnisse schmiedet

In solchen Momenten blüht Peter Altmaier auf. Als Mitte August auf seiner Sommerreise vor einem Umspannwerk in Nordrhein-Westfalen einige Bauern mit selbstgemalten Plakaten gegen eine neue Stromleitung über ihre Äcker protestieren, stürmt der Wirtschaftsminister sofort auf sie zu. Altmaier schnauft einmal durch, hört geduldig hin, was die Landwirte zu sagen haben. Seine Gastgeber vom Netzbetreiber Amprion müssen warten. Altmaier stellt Nachfragen, nickt. Konkrete Zusagen macht er den Landwirten, die vor allem höhere Entschädigungen fordern, nicht.

Das Machtsystem der Grünen-Doppelspitze

Es gibt diesen einen Moment der Unsicherheit, in dem seine Wahl zum Parteivorsitzenden doch noch zu scheitern droht. Die Sympathien der meisten Delegierten auf dem Wahlparteitag der Grünen Ende Januar in Hannover hat er ja längst. Doch nicht wenige finden, dass er es etwas zu weit treibe mit seinen Sonderwünschen, seiner Extra­wurst. Robert Habeck will nämlich nicht einfach nur Parteichef werden, sondern den Grünen auch noch aufzwingen, für ihn ihre Statuten zu ändern. 

Das Machtsystem Von der Leyen

Ursula von der Leyen wird erst in zwei Stunden mit dem Hubschrauber angeflogen kommen, doch schon jetzt lässt ein einziger Satz sie in allen Köpfen landen: "Denken Sie daran, es geht um die besten Bilder." Die Infanterieschule in Hammelburg. Die Bundeswehr hat zum Medien­tag in das fränkische Garnisonsstädtchen geladen – und Heerscharen von Journalisten sind gekommen. Zum Peschmerga-Gucken und zur Von-der-Leyen-Show.

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