Barack Obama

Drei Empfehlungen für politische Lektüre im Sommer

Originell

Kanzlerin Angela Merkel ist ein Auslaufmodell, Deutschland eine verspätete Nation und die Bundestagswahl seit jeher nichts als eine Zirkusvorstellung von Politikern und Journalisten. Die zentrale These von ­Helmut-Schmidt-Biograf Rupps hat es in sich: Seit Konrad Adenauer sei jeder deutsche Kanzler erst an die Macht gekommen, als sein Zenit bereits überschritten war – und dann viel zu lange geblieben. Die historische Analyse ist schlüssig, die Lösungs­vorschläge für das Dilemma kommen allerdings zu kurz.

Sanders Erfolgswelle

Bernie Sanders wird nicht der nächste Präsident der USA. Es gibt nicht viele Sicherheiten im Leben, aber das ist eine. Sanders, der im Senat als parteiunabhängiger Politiker aus dem nordöstlichsten Bundesstaat Vermont dient, ist seit wenigen Wochen ein Kandidat um das demokratische Präsidentschaftsticket.

Neue Perspektiven? Fehlanzeige!

Es sind wahrlich nicht die einzigen Bücher, die seit dem rasanten Aufstieg des US-Präsidenten ab 2007 über ihn geschrieben worden sind. Es sind nicht einmal die einzigen Memoiren eines engen Vertrauten. Der Kampagnenmanager der ersten Kampagne, David Plouffe, hat bereits 2009 seine Erinnerungen niedergeschrieben. Diesem Umstand fallen beide neuen Bücher mehr oder weniger zum Opfer. 

Eine Frage der Ideologie

Der Einzug von Technologie in die Politik wird meistens mit Barack Obama verbunden, startete aber lange vor ihm. Bereits 2004 begannen sich unterschiedlichste Bereiche – vom Fundraising bis zum Organizing – grundlegend zu verändern. Die Demokraten hatten dabei immer die Nase vorn.

Hat die SPD schon angeklopft, Mister Poynton?

Gespräch mit Gregor Poynton am Rande des Campaigning Summit in Zürich Ende Mai. Der Schotte hat als Political Director von Blue State Digital unter anderem die Präsidentschaftskampagnen von Barack Obama 2008 und 2012, François Hollande 2012 und Dilma Rousseff 2010 im digitalen Bereich unterstützt.

p&k: Mister Poynton, was finden Sie so faszinierend am Online-Campaigning?

Enttäuschte Freunde

„Ich fühle mich um einen historischen Moment betrogen“, ruft eine wütende Besucherin lauthals in die Menge, kurz nachdem Barack Obama das Rednerpult vor dem Brandenburger Tor verlassen hat. Die Frau verschwindet in Richtung „Unter den Linden“, noch bevor überhaupt klar ist, warum sie so erbost ist. Nur wenige Meter weiter sprechen US-Experten bereits ihre Analysen in die Mikrofone.

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