Abgeordnete

"Herr Kiesewetter, ist Ihr Alltag als Abgeordneter so ermüdend?"

p&k: Herr Kiesewetter, auf der Leipziger Buchmesse wird ein Gedichtband von Ihnen vorgestellt. Der Titel lautet „Auszeit“. Ist Ihr Alltag als Abgeordneter so ermüdend?

Roderich Kiesewetter: Nein. Seit 30 Jahren pflege ich eine literarische Ader. Wenn mir etwas einfällt, gönne ich mir eine Auszeit und mache Notizen. So sind 130 Gedichte entstanden, davon habe ich nun 18 veröffentlicht. Da die Gedichte mit meiner Arbeit nichts zu tun haben, habe ich den Band „Auszeit“ genannt.

"Sport schweißt zusammen"

[no-lexicon]p&k: Sie haben über 300 Spiele für den FC Bundestag bestritten, die meisten davon als Kapitän. Im Herbst scheiden sie nun aus dem Bundestag aus, damit endet auch Ihre Zeit bei den Parlamentskickern. Sind Sie schon wehmütig?[/no-lexicon]

Riegert: Ja, sehr sogar. Das ist natürlich ein Einschnitt, wenn man mit einer Mannschaft über 20 Jahre lang regelmäßig gespielt hat. Ich habe viel Schönes, aber auch einige Niederlagen mit meinem Team erlebt.

Vereint gegen die Regierung

Vor einigen Wochen im Bundestag: Gespräch mit Jürgen Koppelin, die Rede kommt auf Freundschaften in der Politik. Der frühere parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion nennt Wolfgang Kubicki, Philipp Rösler. Ob er auch mit Kollegen aus anderen Fraktionen befreundet sei? Ja, Dietmar Bartsch sei ein Freund. Wie bitte? Das temperamentvolle FDP-Urgestein aus Schleswig-Holstein und der kühle Stratege der Linkspartei aus dem Osten sind befreundet?

„Manch Liberaler würde sich nie mit einem Linken zusammensetzen“

Dietmar Bartsch, 55, steht zuerst in der Tür. Hoch aufgeschossen, fast ein wenig schlaksig. Dann kommt Jürgen Koppelin, 67: Groß auch er, kräftig, volles weißes Haar. Zusammen rutschen sie auf das Sofa in Koppelins Büro. Bartsch hat es eilig: Wie lange dauert das, worüber sprechen wir? Ach so, Freundschaft. Bartsch beginnt von einer gemeinsamen Delegationsreise nach China zu erzählen. Koppelin ergänzt. Auf Fragen warten die beiden nicht. Die Stichworte liefern sie sich meist selbst. Der Zeitdruck? Offenbar vergessen.

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