Abgeordnete

Was kostet eine Bundestagskandidatur?

Natürlich hat er die Zahlen im Kopf. Er ist ja studierter Diplom-Kaufmann. Aber wenn der Bundestagsabgeordnete Florian Post über seine privaten Wahlkampfkosten spricht, dann stellt er erst mal einen Vergleich an, den sich jeder Zuhörer gut merken kann. "Das ist schon der Gegenwert von drei Weltreisen", sagt er. Um genau zu sein: Es waren 60.000 Euro. Sein ganzes Erspartes.

Hangout mit Abgeordneten

Herr Marx, wie läuft eine digitale Bürgersprechstunde ab?

Christian Marx: Der erste Schritt besteht darin, Politiker anzufragen und sich gemeinsam auf einen Termin zu einigen. Steht der Termin fest, kündigen wir die digitalen Bürgersprechstunden auf unserer Webseite an. Außerdem fordern wir unsere Community auf, Fragen zu stellen. Im zweiten Schritt versuchen wir, lokale Medien aus dem Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten für eine Mitarbeit zu begeistern.

Der Bösewicht von der SPD

Wrestling – in Deutschland auch Catchen genannt – ist in erster Linie Schaukampf. Matthias Ilgen beschreibt es als "knallharten Vollkontakt-Kampfsport mit choreografischen Anteilen". Die Griffe, Tritte und Sprünge sind echt. Doch ganz anders als beim ­politischen Schlagabtausch geht es nicht unbedingt darum, dem Gegner zu schaden sondern darum, eine gute Show für das Publikum abzuliefern.

Lehrstunde bei Meister Hummel

Mit zehn Minuten Verspätung und etwas abgehetzt kommt Mahmut Özdemir zum Treffpunkt, einer auf Oldtimer spezialisierten Autowerkstatt in Berlin-Kreuzberg. "Es gab ein Missverständnis beim Fahrdienst", murmelt der SPD-Abgeordnete entschuldigend. Verwechslungen mit seinem grünen Namensvetter sieht der 27-Jährige gelassen.

"Die Treffen mit Freunden werden rarer"

[no-lexicon]p&k: Nicht nur die vielen Interessenvertreter sind typisch für das politische Berlin, es gibt auch zahllose Journalisten. Das Mediengeschäft in der Hauptstadt folgt dabei ganz eigenen Regeln. Herr Diaby, wissen Sie, was "unter drei" heißt?

Karamba Diaby: Nein.

Frau Giousouf, Frau Verlinden, ist Ihnen das geläufig?

Cemile Giousouf: Es gibt unterschiedliche Geheimhaltungsstufen, das ist eine davon.

"Am Anfang habe ich ganz schön abgenommen"

Die Geschichte beginnt im Sommer 2013, mitten im Wahlkampf. In Porträts stellt p&k aussichtsreiche Kandidaten zur Bundestagswahl vor. Drei von ihnen – Julia Verlinden (Grüne), Karamba Diaby (SPD) und Cemile Giousouf (CDU) – gelingt der Einzug ins Hohe Haus. In Interviews mit p&k sprechen die MdB-Neulinge wenig später über ihre Gefühle am Wahlabend und ihre Pläne für Berlin. Ein Jahr ist seither vergangen – Zeit für eine erste Bilanz.

Rhetorikcheck: Ole Schröder

Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg (Die Grünen) eröffnet die Aussprache über eine Ausweitung der Aufnahme von syrischen und irakischen Flüchtlingen mit einer schlechten Nachricht: Das Welternährungsprogramm muss seine Hilfe für die syrischen Flüchtlinge einstellen. Als Ole Schröder (CDU) ans Rednerpult tritt, können sich die Nerven wieder etwas beruhigen – als parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren kennt er die Zahlen, Daten und Fakten über Asyl- und Hilfesuchende ganz genau – besonders jene über Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.

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