Schlagwort: Public Affairs

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Sieben Dinge, die ich in einem Jahr Bundestag gelernt habe

Seit einem Jahr arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestagsbüro eines Abgeordneten mit Schwerpunkt Verkehrspolitik. Vor zwölf Monaten war ich noch Consultant und habe mich täglich damit beschäftigt Public-Affairs-Konzepte verschiedener Mandanten zum Erfolg zu führen. Einige Erlebnisse im Bundestag haben meine Sicht auf das Public-Affairs-Geschäft verändert, andere Eindrücke haben mich in meinen Strategien und im …
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Hat das Hinterzimmer ausgedient?

Der Versuch, politische Debatten zu beeinflussen, ist so alt wie die Politik selbst. Schon im Römischen Reich gab es eine Lobia, eine Vorhalle des Senats, in der es sich nicht nur wandeln, sondern auch diskutieren ließ. Und genauso wie Politik sich verändert, verändern sich auch die Lobbys um sie herum. Statt in Hallen und Fluren …
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Mit Marketing-Automation Unterstützer individuell ansprechen

Um Menschen zu erreichen, zu mobilisieren und für die eigene Organisation zu gewinnen, steht Parteien und Interessenvertretungen heute eine Vielzahl an Kanälen zur Verfügung. Dadurch wird es aufwändiger, alle Interaktionen zu koordinieren und inhaltlich aufeinander abzustimmen. Es besteht die Gefahr, dass (potenzielle) Unterstützer mit uneinheitlichen Botschaften überhäuft werden.  Anstatt die einzelnen Botschaften in den Mittelpunkt …
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"Wir müssen noch vorsichtiger sein"

Bernhard Rohleder Bernhard Rohleder ist seit 1999 Hauptgeschäftsführer des Bitkom.  Foto: Bitkom  Für Verbände gilt das gleiche wie für Unternehmen oder Behörden: IT-Sicherheit ist eine Pflicht, keine Kür. Mit ihrer hohen Anzahl an Personenkontakten und vertraulichen Unternehmensdaten können Verbände ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle sein. Insofern müssen auch Verbände sicherheitstechnologisch und -organisatorisch auf der Höhe der …
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Aktives Zuhören als Mittel der politischen Kommunikation

Das Konzept des aktiven Zuhörens wurde durch den US-amerikanischen Psychologen Carl Rogers geprägt. Es beschreibt das Zuhören als eine Form der Empathie, die einen proaktiven Charakter hat. Der Zuhörer wird dabei vom reinen Informationsempfänger zum Akteur. So kann er der Gegenseite Verständnis entgegen bringen und eine persönliche Beziehung zu ihr aufbauen. Dieser Beziehungsaufbau zwischen Politik …
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Manchmal kommt es darauf an, Erster zu sein

Hätte man es kommen sehen können? Zwei Jahre lang hatten sich die UN-­Mitgliedsstaaten ausgetauscht, sechs Monate lang verhandelt. Im vergangenen Juli war das Papier fertig. Doch dann, wenige Wochen vor der Unterzeichnung, ging plötzlich eine Welle des Erstaunens durch die Medien: “Liebe Bundesregierung, warum sprechen Sie mit uns Bürgern nicht über den UN-Migrationspakt?”, fragte der …
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Wie steht es um die Transparenz?

Alle für eines und eines für alle von Axel Wallrabenstein Axel Wallrabenstein ist Chairman von MSL Germany. (c) Tobias Koch/www.tobiaskoch.net Unsere Demokratie ist ein System, in dem Interessen unterschiedlicher Akteure – wie verschieden sie auch sein mögen – gleichwertig sind. Im Lobbying geht es darum, diese Interessen zu bündeln und an die richtigen Adressaten heranzutragen. Am …
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Lobbyisten brauchen eine Vuca-Strategie

Gäbe es in der Politik einen Volatilitäts­index wie an der Börse, so wären seine Ausschläge in den vergangenen Jahren markant ausgefallen. Kaum etwas scheint noch berechenbar. Auf der welt­politischen Bühne begann es mit dem Brexit. Es folgten die überraschende Wahl Donald Trumps, die Volten in Nord­korea und das Erstarken populis­tischer Parteien, die in einigen EU-Ländern …
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Drei Viertel der Lobbyisten sind unzufrieden mit der Großen Koalition

Die Stimmung hat sich gedreht. Während vor einem Jahr noch mehr als die Hälfte der Public-Affairs-Manager in Deutschland die Leistung der Großen Koalition für “gut” oder “sehr gut” befand, halten sie in der aktuellen Legislaturperiode drei Viertel von ihnen für “schlecht” oder “sehr schlecht”. Vor allem mit der Digitalpolitik sowie der Asyl- und Flüchtlingspolitik der …
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"Interessenvertreter sollen selbstbewusst sein und nicht duckmäuserisch“

Herr Kropp, bis Ende Februar waren Sie fast ein Vierteljahrhundert lang als Lobbyist in Berlin, Brüssel und weltweit tätig – wie würden Sie einem Branchenfremden diese Aufgabe beschreiben? Als Diplomat, Feuerwehrmann und Minenhund in einer Person. Welche Erkenntnisse können Sie an die nächste Generation von Interessenvertretern weitergeben? Erstens: Entscheider wollen nicht mit Massenmailings bombardiert werden, …