Schlagwort: Medien

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„Politiker sind nicht faul“

p&k: Herr Blome, nach der Lektüre Ihres Buchs stellt man sich die Frage: Wie lange bleiben Sie noch bei der „Bild-Zeitung“? Nikolaus Blome: (lacht) Hoffentlich noch sehr lange! Wenn man „Bild“-Schlagzeilen liest wie „Diätenerhöhung – Riesenwut auf Politiker“, könnte man denken: Da stehen Sie mit Ihrem Buch absolut quer zu. Aber nein. Bei den letzten …
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Bloß nichts verraten

Gibt es noch Fragen?“ Thomas Wittke schaut in die Runde der Journalisten vor ihm. Die Minis­teriumssprecher links und rechts neben Wittke blättern in Unterlagen oder blicken gelangweilt in den Saal. Einige in der zweiten Reihe spielen mit ihren Handys. Die Journalisten schweigen. Nein, eine Frage hat offensichtlich keiner mehr. Nach einer halben Stunde erklärt Wittke …
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Schwieriges Verhältnis

Ihre Welten haben nichts miteinander zu tun und berühren sich doch täglich. Sie verstehen einander nicht und sind zugleich aufs Engste aufeinander angewiesen. Sie wollen beide die Welt erklären und reden doch aneinander vorbei. Die Rede ist von Journalisten. Und von Experten. Von echten Experten und von Talkshow-Experten – wer weiß das schon so genau? …
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Der Chronist

Der Weg zu Günter Bannas führt durch das schwere Metallportal des „FAZ“-Hauptstadtbüros hinauf in den zweiten Stock. In seinem Büro surrt kaum vernehmbar die Klimaanlage. Er hat das Jackett seines Dreiteilers ausgezogen, die Hemdsärmel hochgekrempelt. Hinter seinem Schreibtisch hängen eine rote und eine gelbe Grafik, vis-a-vis eine grüne. „In meinem Büro regiert eine Ampelkoalition“, scherzt …
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Zurück in die Grauzone

London vor einem Jahr: Nach zehn Jahren Amtszeit verlässt Tony Blair die Downing Street wie ein alternder Popstar. Der neue Premier Gordon Brown schätzt das Rampenlicht nicht. Schon bei seiner Antrittsrede steht er wenig kameratauglich am falschen Mikrofon. Nun sei Schluss mit Politik als Promi-Schaulaufen, verkündet er: Sachpolitik zählt. Die Medienberater seines Vorgängers hat er …
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„Glaubwürdigkeit in Gefahr“

p&k: Herr Professor Weberling, was ist das Ziel der Forschungsgruppe, die Sie leiten? Johannes Weberling: Wir wollen unter anderem herausfinden, ob die Stasi auf die „Berliner Zeitung“ Einfluss genommen hat. Das ist der Auftrag, den die Chefredaktion uns erteilt hat. Wir befassen uns mit dem Zeitraum bis Juni 1990, als die Staatssicherheit aufgelöst wurde. Was …