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Foto: Laurin Schmid
International

Zu Gast in ...

Berlin hat zwei Botschaftsviertel: das historische am Rande des Tiergartens und das im östlichen Bezirk Pankow gelegene, das nach dem Mauerbau 1961 entstand. politik&kommunikation hat einigen besonders interessanten Botschaften einen Besuch abgestattet.

Fotos: Laurin Schmid

Italienische Botschaft

Seit der offiziellen Wiedereröffnung der Italienischen Botschaft 2003 ist das im Krieg stark beschädigte und heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude zugleich die Residenz des Botschafters Pietro Benassi. Das imposante Marmormosaik (Bild vier) stammt aus Verona. Die von klassizistischen Säulen gesäumte Galerie gibt den Blick frei auf eine Holztür, hinter der sich das Büro des Botschafters befindet.

Fotos: Laurin Schmid

Botschaft von Japan

Die Residenz des Botschafters von Japan in Deutschland, Takeshi Yagi, befindet sich in der Tiergartenstraße. Im Bild: der Große Salon der Residenz. An der Wand hängt ein Gemälde des japanischen Malers Torii Rei von 1952, das einen blühenden Kirschbaum zeigt. Die Silberschale (Mitte), stammt aus dem Kaiserpalast. Wie sie in die Botschaft in Berlin gelangte, ist nicht bekannt.

Schweizerische Botschaft

Im Altbau der Schweizerischen Botschaft befindet sich die Residenz der Botschafterin Christine Schraner Burgener. Die dunkle Holzdecke im Speisesaal wurde im Krieg beschädigt, blieb aber im Original erhalten. Bei Renovierungsarbeiten wurden unter der Tapete alte Zeitungen gefunden, die zur Isolation genutzt worden waren. Auf dem Sideboard: traditionelle Holzkühe, mit denen die Kinder der Botschafterin spielten, als sie klein waren – heute dienen sie der Dekoration.

Botschaft des Südsudan

Am 9. Juli 2011 erlangte die Republik Südsudan ihre Unabhängigkeit vom Südan. Etwa 13 Monate später öffnete die Botschaft in Berlin. Sie befindet sich im dritten Stock eines Neubaus am Leipziger Platz 8. Im Büro der Botschafterin Sitona Abdalla Osman hängen Fotos des Gründers der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), John Garang de Mabior (r.), und des Präsidenten Salva Kiir Mayardit (l.).

Botschaft der Republik Kasachstan

Bis 2012 befand sich die Botschaft der Republik Kasachstan in einem herrschaftlichen Altbau, in dem zu DDR-Zeiten der amerikanische Botschafter residierte. 2012 wurde auf dem Grundstück in Berlin-Pankow nebenan zusätzlich ein Neubau errichtet. Die Form der Glaskuppel über dem Empfangsraum ist der kasachischen Jurte nachempfunden. Das Nomadenzelt ist zugleich Symbol des Familienglücks.