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Foto: Thinkstock/serggn
Ratschlag

Was geben Sie der jüngeren ­Generation mit auf den Weg?

Mit Mut, Engagement und Courage die Zukunft gestalten – diesen Rat geben Gregor Gysi, Ingrid Matthäus-Maier, Hermann Otto Solms, Tom Koenigs, Bernhard Vogel und Edmund Stoiber der Generation Y.

Redaktion

Gregor Gysi (Die Linke), ehemaliger Vorsitzender der Linksfraktion im Deutschen Bundestag (2005 bis 2015)

Foto: Die Linke

"Sie sollte die zivilisatorischen Errungenschaften verteidigen und Kriegen, der Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen, Hunger, Not, Armut und sozialer Ungerechtigkeit im eigenen Land und im globalen Maßstab entgegentreten. Im Internet-Zeitalter weiß sie mehr denn je, dass die Menschheit zusammenrückt und die Freiheit des Einzelnen die Bedingung für die Freiheit aller Menschen ist."

 

Ingrid Matthäus-Maier (SPD), ehemalige stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion (1988 bis 1999)

Foto: Evelin Frerk

"Mit Mut und Optimismus an die Gestaltung der Zukunft rangehen, sei es im Privaten, im Beruf, in der Gesellschaft oder in der Politik. Nie unterkriegen lassen! Und wenn einem etwas überhaupt nicht passt, nicht resignieren, sondern nach dem Motto von Erich Kästner handeln: 'An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.' "

 

Hermann Otto Solms (FDP), ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Bundestags (1998 bis 2013)

Foto: Die Hoffotografen

"Ein gutes Rüstzeug für die Zukunft ist: Gute Ausbildung, Offenheit für Sprachen und Kulturen sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, um damit gleichzeitig die eigene Freiheit und die Freiheit der Gesellschaft zu sichern."

 

Bernhard Vogel (CDU), ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1976 bis 1988) und Thüringen (1992 bis 2003)

Foto: KAS

"Dass man Krisen im persönlichen, im beruflichen, im politischen Leben beklagen oder sich der Herausforderung stellen kann. Wenn das gelingen soll, muss man sich um Kenntnisse der Sachverhalte und der Zusammenhänge bemühen. Man muss die Ärmel hochkrempeln, zupacken, sich engagieren und sich entscheiden. Und man sollte sich an Vorbildern, die Mut machen, orientieren. Die jeweils aktuelle Krise erscheint vielen als die schwierigste und sorgenvollste und erweist sich im Rückblick doch nur als eine der vielen Hürden, die man im Leben überspringen muss. Sehen, urteilen, handeln – dieser Dreischritt sollte jeder Generation zur Handlungsmaxime dienen."

 

Tom Koenigs (Bündnis 90/Die Grünen), ehemaliger Stadtkämmerer von Frankfurt am Main (1993 bis 1997) und Bundestagsabgeordneter

Foto: Katrin Schilling

"In jeder Zeit des Lebens gibt es Möglichkeiten, sich zu engagieren. Alles über sich ergehen zu lassen, ist keine Alternative. Jede und jeder muss selber zupacken, selber etwas verändern. Wenn Nazis Flüchtlingsheime in Brand stecken, müssen wir ihnen in den Arm fallen. Und so gibt es viele konkrete Dinge, die man tun kann. Der Einsatz für die Menschenrechte lohnt sich immer."

 

Edmund Stoiber (CSU), ehemaliger Ministerpräsident von Bayern (1993 bis 2007) und Kanzlerkandidat der Union (2002)

Foto: Privat

"Nichts bleibt von selbst so, wie es ist. Unser hohes soziales Niveau in Deutschland ist nur durch Neugier, Kreativität, Leistungsbereitschaft und – auch – Ehrgeiz der jüngeren Generation zu halten. Das gilt genauso für die politischen Herausforderungen. Ob Migration und Integration, ob EU-Krisen oder Digitalisierung: Nehmt nicht nur hin! Bringt Euch ein und mischt Euch ein! Es ist Eure Zukunft!"