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Ist nicht nur bei den Einschaltquoten Spitze: Günther Jauch, Foto: Hubert Burda Media

Teurer Jauch, billiger Lanz

Vom Format ähneln sie sich alle: die Polit-Talks von Jauch, Plasberg, Illner und Co. Dennoch gibt es zwischen den Sendungen teils erhebliche Kostenunterschiede.

von Christina Bauermeister

Die teuerste Talkshow im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist „Günther Jauch“ (ARD), die billigste „Markus Lanz“ (ZDF). Das geht aus dem 19. Bericht der Finanzkommission KEF hervor. Demnach lässt sich die ARD den Sonntagstalker Jauch (Produktionskosten pro Minute: 4634 Euro) zweieinhalb Mal mehr kosten als das ZDF seine Top-Talkerin Illner (1753 Euro). Laut NDR seien die Kosten der Jauch-Show auch deshalb so hoch, weil der Produktionsaufwand viel höher ist, da extra an einem Sonntagabend live im Berliner Gasometer gedreht werde und nicht in einem üblichen Fernsehstudio. Der öffentlich für seinen Moderationsstil so gescholtene ZDF-Moderator Markus Lanz zeichnet hingegen mehrere Sendungen hintereinander auf.

Auf Rang 2 der Kostenskala liegt die Talkrunde „Hart aber fair“ mit Moderator Frank Plasberg (2796 Euro). Immerhin liegt der 58-Jährige auch bei den Einschaltquoten auf Rang zwei hinter „Günther Jauch“. Anders bei Reinhold Beckmann: Die gleichnamige Fernsehsendung liegt bei einem durchschnittlichen Minutenpreis von 2293 Euro auf Rang 4 der Kostenskala, erhält aber die geringsten Einschaltquoten der sieben Talkformate, die in ARD und ZDF ausgestrahlt werden.

Kosten pro Sendeminute

  • „Günther Jauch“ (ARD) 4634 Euro
  • „Hart aber fair“ (ARD) 2796 Euro
  • „Anne Will“ (ARD) 2419 Euro
  • „Beckmann“ (ARD) 2293 Euro
  • „Maybrit Illner" (ZDF) 1753 Euro
  • „Maischberger“ (ARD) 1424 Euro
  • „Markus Lanz“ (ZDF) 1230 Euro

Quelle: KEF