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Foto: Laurin Schmid
Politikaward

Politikaward 2015 an Nahles, Ramelow, Tauber und Riesenhuber

"politik&kommunikation" hat am Montagabend zum 13. Mal den Politikaward verliehen. Preisträgerin in der Kategorie "Politiker des Jahres" ist Andrea Nahles (SPD). Bodo Ramelow (Linke) wurde als "Aufsteiger des Jahres" geehrt, CDU-Generalsekretär Peter Tauber als "Politikmanager des Jahres". Der Preis für das "Lebenswerk" ging an Heinz Riesenhuber (CDU).

Redaktion politik&kommunikation

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (45, SPD) ist mit dem Politikaward in der Kategorie "Politiker/in des Jahres" ausgezeichnet worden. Rund 400 hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien verfolgten am Montagabend im Tipi am Kanzleramt die Preisverleihung, die Journalist Hajo Schumacher moderierte. Die Laudatio hielt Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU).

Der Politikaward "Aufsteiger des Jahres" ging in diesem Jahr an Bodo Ramelow (59), Ministerpräsident des Freistaats Thüringen und seit 2014 erster Ministerpräsident eines Landes aus den Reihen der Partei Die Linke. Die Laudatio hielt Journalist und Verleger Jakob Augstein.

Erstmals wählten Leser des Fachmagazins "politik&kommunikation" und weitere Kenner des politischen Parketts in einem Online-Voting den "Politikmanager des Jahres". Im Oktober hatte die Jury 20 Kandidaten, darunter Generalsekretäre, Fraktionsgeschäftsführer und Spitzenbeamte nominiert. 250 Entscheider beteiligten sich an der Umfrage. Klarer Gewinner: CDU-Generalsekretär Peter Tauber (41), für den 45,2 Prozent der Teilnehmer stimmten. Tauber hatte 2014 bereits den Politikaward als "Aufsteiger des Jahres" erhalten.

Der Alterspräsident des Deutschen Bundestags, Heinz Riesenhuber (CDU), wurde für sein Lebenswerk geehrt. Die Laudatio hielt Kerstin Andreae, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Riesenhuber, der Präsident der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft ist und seit 1976 im Bundestag sitzt, nahm den Award am Vorabend seines 80. Geburtstags entgegen. Er wurde mit Standing Ovations gefeiert.

In der Kategorie "Kampagnen politischer Sektor" durften sich die FDP und die Agentur Heimat über einen Politikaward freuen. Als beste Kampagne im öffentlichen Sektor wurde die Lokale Agenda für Dresden e. V. mit der Vor Werbeagentur für ihren Aufruf zu mehr Weltoffenheit und Toleranz ausgezeichnet. Gleich zwei Gewinner gab es in der Kategorie "Gesellschaftlicher und sozialer Sektor": Zum einen wurde die Kampagne "Stoppt Hass-Propaganda!", Neues Potsdamer Toleranzedikt mit einem Award bedacht, zum anderen die Gesellschaft Demokratische Kultur für die Kampagne "Rechts gegen Rechts".

Der Politikaward wurde in diesem Jahr zum 13. Mal verliehen. Seit 2003 zeichnet "politik&kommunikation" Personen sowie herausragende Leistungen der politischen Kommunikation aus. Der 20-köpfigen Jury gehören Wissenschaftler wie Prof. Dr. Dr. Karl-Rudolf Korte (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Frank Esser (Universität Zürich), Politikstrategen wie Peter Radunski, Prof. Coordt von Mannstein, Klaus-Peter Schmidt-Deguelle sowie Journalisten an.

Die Fotos in unserer Galerie sind von Laurin Schmid und Julia Nimke.