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Foto: Münchner Bündnis für Toleranz/Sammy Hart/Christian Kaufmann

Münchner Promis werben für Toleranz

Sonst stehen sie auf der Bühne oder dem Fußballplatz, jetzt werben sie für Demokratie: 20 Münchner Promis unterstützen zur Kommunalwahl die Plakatkampagne „Keine Stimme für Hass und Rassismus! Ich wähle demokratisch“.

von Viktoria Bittmann

20 Münchner Prominente aus Medien, Sport und Gesellschaft unterstützen anlässlich der Kommunalwahl 2014 eine parteiübergreifende Plakatkampagne. Unter dem Titel „Keine Stimme für Hass und Rassismus! Ich wähle demokratisch“ werben sie für ein weltoffenes, von Toleranz geprägtes München.

Neben Fußballnationalspieler Jérôme Boateng leihen auch die Schauspielerinnen Senta Berger und Luise Kinseher, Schlagersänger Patrick Lindner und Modemanager Willy Bogner der Kampagne ihr Gesicht. In individuellen, knackigen Statements sagen sie, warum für sie bei der Kommunalwahl nur demokratische Parteien infrage kommen. So ist auf dem Plakat von Schauspieler Rufus Beck zu lesen: „Keine Toleranz der Intoleranz.“

Hinter der Kampagne steckt das Münchner Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat, ein parteiübergreifender Zusammenschluss aus Religionsgemeinschaften, Sozialverbänden, Vereinen und Universitäten. Im Sprecherrat des 1998 gegründeten Bündnisses sitzen unter anderen Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und DGB-Regionsvorsitzende Simone Burger.  

Die Initiatoren betonen, dass die Münchner aufgrund des in München stattfindenden NSU-Prozesses eine besondere Verantwortung bei der Kommunalwahl hätten. „Auch vor diesem Hintergrund sollten sich die Münchnerinnen und Münchner genau überlegen, wen sie in ihre demokratische Vertretung wählen“, heißt es auf der Internetseite der Kampagne.