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Geld

Mein Schatz – die Geldbörse als Markenzeichen

Ob Geldbeutel, Brieftasche oder Klammer: Welches Modell jemand bevorzugt, sagt ebenso etwas über ihn aus wie das, was sich im Inneren verbirgt. Für politik&kommunikation haben drei Akteure aus dem politischen Berlin ihre Geldbörse gezückt.

Redaktion

Auch wenn mancher bereits das Ende der Bargeld-Ära kommen sieht, gehört es zumindest heute noch zu den wichtigsten Gebrauchsgegenständen überhaupt:

Das Portemonnaie

Foto: Julia Nimke / Laurin Schmid

...von Matthias Machnig

Foto: Marco Urban / www.marco-urban.de

Die Marke Matthias Machnig wurde schon mit vielen Schlagworten umrissen. Er gilt als Ausnahme-Stratege "zwischen Genie und Wahnsinn", manch einer nennt ihn gar "Matthias Messias". Seit Oktober vergangenen Jahres zieht Machnig als beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium von der zweiten Reihe aus die Strippen. Wer in einem Geldbeutel mehr als ein bloßes Accessoire sieht, fühlt sich bestätigt. Das Portemonnaie von Machnig, dem Macher, ist schlicht, schwarz – und was läge näher? – kommt aus dem Hause Boss.

 

Der Geldbeutel

Foto: Julia Nimke / Laurin Schmid

...von Eric Schweitzer

Foto: Julia Nimke

Ein kurzes Vergnügen im Weihnachtsurlaub 1998 kostete Eric Schweitzer 60.000 Peseten – und fast sein Leben. In Marbella war der Alba-CEO und DIHK-Präsident mit dem Motorrad unterwegs. In einer Rechtskurve verlor er die Kontrolle, stieß mit einem Auto zusammen. Eine vergilbte Kreditkartenabrechnung und die Visitenkarte seines damals behandelnden Arztes in der Unfallklinik Berlin erinnern ihn im Geldscheinfach bis heute an drei Monate Krankenhaus und Reha. Familienfotos hat Schweitzer nicht im Portemonnaie – die sind im Smartphone gespeichert.

 

Die Brieftasche

Foto: Julia Nimke / Laurin Schmid

...von Peter Spary

Foto: Laurin Schmid

Die aus Straußenleder gefertigte Brieftasche von Peter Spary ist gut gefüllt – mit eigenen Visitenkarten. "Ich habe eine Liste der Angebote, die ich lobbyistisch und ehrenamtlich vertrete", sagt er mit Blick auf sein Portfolio, das den Wirtschaftsverband Brandschutz und die Deutsch-Ungarische Gesellschaft ebenso umfasst wie den Bundesverband für Wohnungslüftung. Seinen Auftraggebern berechnet er laut eigenen Angaben 500 bis 1.000 Euro pro Tag. "Billiger kann man’s nicht machen", sagt er. "Insgesamt liege ich etwas über der Besoldungsgruppe B11, das ist auskömmlich."