"Der Press Briefing Room ist eher eine Baracke." Trotzdem ist der Raum für die Presse­konferenzen im Weißen Haus durch un­zählige Hollywood­filme zu ­einem mythischen Ort der Macht geworden. Foto: picture alliance / Consolidated News Photos / Chris Kleponis
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"Der Press Briefing Room ist eher eine Baracke." Trotzdem ist der Raum für die Presse­konferenzen im Weißen Haus durch un­zählige Hollywood­filme zu ­einem mythischen Ort der Macht geworden. Foto: picture alliance / Consolidated News Photos / Chris Kleponis
Interview mit Juliane Schäuble

"Einige ­Journalisten sind fast stolz, dass der ­Präsident sie schlecht ­behandelt"

Deutschland schaut gebannt auf den Wahlkampf zur US‑Präsidentenwahl zwischen Donald Trump und Joe Biden. Juliane Schäuble ist als US‑Korrespondentin des "Tagesspiegel" mittendrin. Mit p&k hat sie über eine Handyapp über ihre Arbeit als Auslandskorrespondentin gesprochen und warum sie sich auf die anstehenden TV-Duelle freut.

von Konrad Göke

Frau Schäuble, wie ist Ihr Tagesablauf im Moment?

Das ist so eine Sache. Seit Mitte der Corona-Krise im Juni bin ich eigentlich wieder am Reisen. Am Anfang ging da gar nichts. Wir wussten nicht, ob wir fliegen, Zug fahren und Menschen treffen dürfen. Irgendwann ist das wieder angelaufen. Bei mir ging es mit Protesten gegen Corona-Auflagen, einer Foodbank und dann einer Trump-Rally wieder los. Für Korrespondenten gehört es dazu, Menschen zu treffen. Wir sind sehr viel unterwegs. Ich habe deshalb keinen geregelten Tagesablauf. 

Viele Ereignisse kommen einfach über uns. Als Joe Biden nach Kenosha wie Trump kurz vor ihm kam, bin ich noch einen Tag länger geblieben. Man muss als Korrespondent sehr viel Flexibilität mitbringen. Wenn ich nicht unterwegs bin, sitze ich zu Hause am Laptop. Für Print arbeite ich von sehr früh morgens bis mittags. Wenn ich für Online beitrage, dann eher mittags bis nachts. Gestern etwa hat Trump spontan um 13 Uhr eine Pressekonferenz abgehalten, die habe ich für den nächsten Morgen in Deutschland mitgenommen.

Über welche Kanäle erfahren Sie von solchen Veranstaltungen?

Das kommunizieren das Weiße Haus oder die Kampagnen selbst. Sie schicken Termine raus, oft mit kurzem Vorlauf. Vieles findet derzeit virtuell statt, gerade bei Joe Biden. Zum Beispiel können Journalisten mit seiner Frau nach Arizona reisen. Auf Twitter kriegen wir mit, wenn eine Situation entsteht. Ansonsten schaue ich die wichtigen TV-Sender und lese Nachrichten.

Wie kam es, dass Sie 2018 Ihren Posten als Politikchefin des "Tagesspiegel" gegen den der US-Korrespondentin eintauschten?

Die Stelle wurde frei. Als ich vor 20 Jahren in Washington studiert habe, habe ich mich in die Stadt verliebt. In das Brodeln hier. Es ist eine sehr liberale, internationale Stadt mit Menschen aus aller Welt. Damals wollte ich für immer hierbleiben. Es kam anders. Aber als sich die Chance ergeben hat, zurückzukehren, habe ich nicht lange gezögert. Ich war lange genug im Newsroom und wollte wieder mehr raus. Meine Chefredakteure Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt haben das verstanden.

„Es war aufregend, die Mimik von Trump und Merkel aus der Nähe zu beobachten“. Donald Trump mit Gast Angela Merkel im Weißen Haus am 27. April 2018. (c) picture alliance/newscom/Kevin Dietsch

Wie war Ihre Anfangsphase als Korrespondentin?

Noch bevor ich offiziell meine Stelle angetreten habe und meine Akkreditierung fürs Weiße Haus ganz frisch war, kam die Kanzlerin zu Besuch nach Washington. In einem der großen Räume des Weißen Hauses zu stehen, war ein unglaublicher Auftakt. Zwischen Trump und Merkel lief es ja nie ganz reibungsfrei. Es war aufregend, ihre Mimik aus der Nähe zu beobachten.

Welche Rolle spielen ausländische ­Journalisten in den USA?

Sie haben oft nicht die Zugänge, die sie von zu Hause gewohnt sind. Wir sind hier nicht wichtig. Ein Interview mit einem Senator zu bekommen, ist sehr schwer für uns. Auch die Kampagnen interessieren sich in der Regel nur für die amerikanische Presse. Die hat natürlich auch unheimliche Ausmaße mit nationalen und lokalen Medien, Print, Online und Radio. 

Welche Zugänge haben Sie?

Ich kann in den Kongress und ins Weiße Haus, das geht alles. Mitreisen geht eher nicht. Es ist unheimlich teuer und aufwendig, außerdem muss man Teil des festen Journalisten-Pools des Präsidenten sein. Dazu muss man Auflagen erfüllen, zum Beispiel zwei Drittel der Woche aus dem Weißen Haus berichten. Ich bin aber Korrespondentin für das ganze Land. Im Weißen Haus jeden Tag ohne festen Arbeitsplatz zu sitzen, hat mich nicht gereizt.

Ist das kein Nachteil? 

Die Pressekonferenzen des Präsidenten werden alle im Fernsehen übertragen. Aber ein bisschen schade ist es schon. Das Tolle am Weißen Haus ist, wenn man einfach im Press Briefing Room steht, den man aus allen Filmen kennt. Die Macht ist ganz nah, wird aber auch etwas normaler, greifbarer. Denn der Press Briefing Room ist ein sehr kleiner Raum. Er ist eigentlich nicht so eindrucksvoll, eher eine Baracke.

Wie unterscheidet sich die Arbeit eines Journalisten in den USA von der in Deutschland?

Die Autorisierung fällt weg. Das Vertrauen, dass man sich professionell behandelt, ist größer. Wenn man die Autorisierungsschlachten in Deutschland kennt, die über ein Interview entstehen, ist es hier eigentlich ganz schön. Ich schreibe einfach auf, was mein Gesprächspartner sagt. Das ist Vertrauen bis zum Beweis des Gegenteils. Die Politiker hier sind aber auch sehr professionell im Sprechen geschult. Natürlich muss man auch mal kürzen oder umstellen.

Hat Trump diese vertrauensvolle Atmosphäre nicht getrübt?

Mit Trump ist eine ganz andere Stimmung eingezogen. Manchmal befinden sich die Journalisten geradezu im Nahkampf mit der anderen Seite. Das kennen wir aus Deutschland so nicht. Einige Journalisten hier sind fast stolz, dass der Präsident sie schlecht behandelt. Gestern wurde ein Kollege von Reuters nicht zum ersten Mal vom Präsidenten aufgefordert, die Maske abzunehmen. Wie immer sagte der, das mache er nicht, weil es gegen die Regeln verstoße.

Präsidentschaftskandidat Biden ­betet bei ­einer Veranstaltung in der Grace ­Lutheran Church in ­Kenosha (Wisconsin). (c) Picture Alliance/AP Photo/Carolyn Kaster

Die Deutschen ­faszinieren ja gerade diese ­Eskapaden.

Das ist auch so ein Punkt. In Deutschland beobachte ich eine wahnsinnige Aufmerksamkeit für die USA. Ich merke das über Twitter und die Reaktionen auf unsere Berichterstattung. Es wird alles berichtet, was der Präsident macht. Als Korrespondentin frage ich mich manchmal: Was erzähle ich eigentlich Neues? Deshalb ist es gut, selbst auszurücken und vor Ort mit den Leuten zu sprechen.

Welche Themen sind in den USA wichtig, ­interessieren in Deutschland aber nicht?

Spontan fällt mir da nichts ein. Alles geht. Die USA sind "führend" in der Corona-Krise. Berichte aus New York waren zum Beispiel extrem gefragt. Es gibt Hunger: Ich habe eine Geschichte über Food Banks gemacht, wo Leute in langen Schlangen für Essen anstehen. Die ist auf riesiges Interesse gestoßen. Auch der Tod von George Floyd hat in Deutschland viele bewegt. Ehrlicherweise gibt es nicht viele Berichte, in denen der Präsident nicht vorkommt. Viele Leser freuen sich aber auch, von mir zu erfahren, wie es ist, in Wyoming zu leben, oder wie es den Schildkröten am Strand von South Carolina geht. In den letzten Monaten habe ich allerdings fast nur noch für den Politikteil geschrieben.

Aus Deutschland erscheint der Wahlkampf giftiger denn je. Stimmt das oder kommt nur mehr davon bei uns an als früher?

Das hängt stark mit der Person des Präsidenten zusammen. Er lebt von der Polarisierung. Gestern stand er am Nordeingang des Weißen Hauses an einem Feiertag bei einer Pressekonferenz und nannte seinen Gegenkandidaten einen dummen Menschen. Bestimmt war Wahlkampf schon immer hart, aber die Menge an Konflikten derzeit ist schon gewaltig. Ich weiß allerdings nicht aus eigener Anschauung, wie es bei Nixon war oder bei Clinton während der Lewinsky-Affäre. Aber die Amerikaner haben das Negative Campaigning schon perfektioniert. Dagegen ist unser Wahlkampf eigentlich schön langweilig. Gestern hat der Präsident seiner eigenen Militärführung vorgeworfen, Kriegstreiber zu sein und der Rüstungsindustrie Geschäfte verschaffen zu wollen. Das ist unerhört, und es ist nicht ganz klar, warum er das macht.

"Lässig mit Sneakers aus dem Flugzeug gejoggt." Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris landet in Milwaukee (Wisconsin). (c) Picture Alliance/Reuters/Alex Wroblewski

Manche vermuten hinter solchen Ausfällen eine geschickte Strategie. Ist er ein Stratege oder einfach nur hemmungslos?

Klar ist, dass er ein genialer Wahlkämpfer ist. Obwohl seine Bilanz in der Corona-Krise bescheiden ist, erzählt er überall, wie gut er sie gemeistert hat. Unter seinen Anhängern und Verteidigern verfängt diese Erzählung. Außerdem hat er es zumindest zeitweilig geschafft, die Aufmerksamkeit von Corona weg auf die Unruhen und die unsichere Lage in manchen Städten zu lenken. Das ist für die Demokraten nicht ganz einfach. Sie haben sich mit der Black-Lives-Matter-Bewegung solidarisiert. Joe Biden und Kamala Harris haben die Familie von Jacob Blake besucht, den ein Polizist mit sieben Schüssen in den Rücken niedergestreckt hat. Viele wissen aber nicht, dass er sich einer Auflage widersetzt hat, sich seiner Ex-Freundin zu nähern. Es gibt nicht immer nur Helden auf beiden Seiten. Nachdem ein Video davon aufgetaucht ist, kam es zu sehr heftigen Protesten in Kenosha. Es ist erschreckend, welche Schäden in Teilen der Stadt angerichtet wurden. Ich habe mit einem Firmeninhaber gesprochen, der neben seinem Geschäft stand, das komplett abgebrannt war. Er war froh, dass der Präsident zu Besuch kam und zum Schutz die Nationalgarde geschickt hatte.

Welche Rolle spielen die Black-Lives-Matter-Proteste im Wahlkampf?

Sie haben einen großen Einfluss. Wenn die Demokraten es schaffen, einen Großteil der Afroamerikaner hinter sich zu versammeln, indem sie ihnen verdeutlichen, dass die Situation sich nur mit Biden klar verbessert, kann das die Wahlbeteiligung nach oben treiben. Gleichzeitig fürchten sie, dass die unsichere Lage in den Städten den Menschen in den Vororten sorgt, vor allem Frauen. Natürlich sind die Proteste der Schwarzen in vielen Punkten gerechtfertigt, und die Gewalt findet eher im Windschatten der Bewegung statt, der Protest ist ein Stück weit von Krawallmachern gekapert worden. Trump wirft alles in einen Topf. Das macht es ihm leichter, seinen „Law and Order“-Wahlkampf durchzuziehen. Das hat er bereits 2016 erfolgreich gemacht. Offenbar nimmt es ihm keiner übel, dass in den vier Jahren seitdem nichts besser geworden ist.

Gibt es denn enttäuschte Wähler, die zu Joe Biden übergelaufen sind?

Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, Menschen zu finden, die 2016 Trump gewählt haben und jetzt für Joe Biden stimmen wollen. Republikaner, die Trump damals kritisch gegenüberstanden, sind es jetzt erst recht. Die anderen stehen weiter fest hinter ihm, was manchmal schwer zu begreifen ist.

Sein Gegenkandidat Joe Biden scheint sich bei öffentlichen Auftritten immer öfter zu verhaspeln. Schadet ihm das?

Es ist keine Überraschung, dass er sich ab und an verhaspelt. Wir wissen, dass er als Kind gestottert hat. Außerdem ist er dafür bekannt, dass er auch mal etwas Falsches sagt, wenn er frei spricht. Bei der demokratischen Convention hat er aber eine sehr gute Figur abgegeben. Gut ist er im direkten Austausch. Es ist gerade ein Werbevideo erschienen, in dem Barack Obama Bidens Mitkandidatin Kamala Harris darauf vorbereitet, dass sie mit Joe Biden auf Veranstaltungen viel Zeit einplanen muss, weil er dort mit jedem einzelnen Menschen spricht. Außerdem ist auch Trump kein perfekter Redner, auch er verhaspelt sich. Letztlich sagt kein Wähler: "Ich muss mir erst ein Bild von Joe Biden oder Donald Trump machen." Nie zuvor waren zwei Kandidaten wohl so bekannt wie diese beiden. Die Lager sind formiert. 

Ist Kamala Harris jetzt automatisch die ­Favoritin, in der darauffolgenden Wahl erste Präsidentin der USA zu werden?

Sie ist in einer guten Position, erste Präsidentin zu werden. Aber das ist noch verdammt lange hin. Joe Biden wird alles daran setzen, die ganze Amtszeit zu erfüllen. In Deutschland ist das anders, wo Legislaturperioden auch mal als Übergangszeit zur Machtübergabe an einen Nachfolger geplant werden. Kamala Harris muss selbst zeigen, was sie kann. Sie geht in diesen Tagen zum ersten Mal auch selbst raus. Gestern ist sie lässig mit Sneakers aus dem Flugzeug gejoggt. Sie strahlt Frische und Jugendlichkeit aus. Damit ergänzt sie Joe Biden gut. Ich fand die Entscheidung für sie  ziemlich gelungen. In vielen Punkten ergänzt sie Joe Biden und hat ihm sichtlich gutgetan. Seit ihrer Nominierung wirkt er fokussierter. Andererseits ist die Kandidatur für die Vizepräsidentschaft nicht so wichtig – außer, wenn die Person sich als eine völlige Fehlbesetzung herausstellt. Die Hauptaufmerksamkeit liegt eindeutig auf dem Amt des Präsidenten.

Welche Rolle spielt Harris‘ Pendant, Mike Pence?

Er ist wahnsinnig loyal gegenüber Trump. Und das wirkt nicht vorgespielt, wie man es bei anderen im Umfeld Trumps vermutet. Auch er macht sich wohl Hoffnungen auf die Zeit danach, das bringt seine Position automatisch mit sich. Er bindet die Evangelikalen an diesen Präsidenten, der zwar behauptet, der religiöseste Mensch aller Zeiten zu sein, aber meist auf dem Golfplatz steht, wenn Joe Biden in die Kirche geht. Mike Pence würde ja aus Gründen religiösen Anstands mit mir als Frau nicht allein in einem Aufzug fahren. Es gibt eine starke Strömung in den USA, die das irgendwie gut findet. Die Kirchen haben in den USA einen großen Einfluss, dieses Gebiet deckt Mike Pence gut ab. Ansonsten ist er ein Bollwerk gegen die Kritik an Trump. Im Weißen Haus ist er mit dem Management der Corona-Krise beauftragt. Bei seinen Briefings lobt er den Präsidenten stets über alle Maßen.

"Wahn­sinnig ­loyal": Vizepräsident Mike Pence (rechts) hält seinem Chef Donald Trump den ­Rücken frei. Hier bei ­einem Briefing im ­August bei der US-Notfall­behörde FEMA. (c) Picture Alliance/AP Photo/Evan Vucci

Was erwarten Sie von den anstehenden ­TV-Duellen?

Das erste findet am 29. September statt. Ich bin sehr gespannt darauf. Wir haben in den TV-Debatten der demokratischen Vorwahlen sehr starke Kontroversen gesehen. Da standen zehn Leute auf der Bühne, manchmal sogar 20 verteilt über zwei Tage. Hier hat Joe Biden mal eine nicht so gute Figur gemacht und es dann wieder besser hingekriegt. Wie das allerdings ohne Zuschauer wird, ohne den Applaus, ist tatsächlich eine große Frage. Corona verändert schon ziemlich viel im Wahlkampf. Joe Biden kann nichts anderes tun, als sich vorzubereiten. Dass er rhetorisch nicht vergleichbar mit seinem ehemaligen Chef Barack Obama ist, kann er nicht ändern. Welchen Einfluss das TV-Duell auf die Wahlentscheidung der Wähler hat, darüber lässt sich trefflich streiten. Sicher ist, dass die Medien viel Aufmerksamkeit generieren werden. Und durch Corona werden viel mehr Menschen vor dem Fernseher sitzen und zuschauen.

Trauen Sie sich einen Tipp zu, wer am Ende die Wahl gewinnt?

Das ist schwierig zu sagen. Dafür ist es auch noch zu früh. Am Ende wissen wir es alle nicht. Ich glaube aber ehrlich gesagt, Donald Trump hat zu wenig getan, um Leute in der Mitte zu überzeugen, die Seite zu wechseln. Joe Biden ist ein guter Kompromiss für die Mitte, wenn er es schafft, keine großen Fehler mehr zu machen.

Wie lange bleiben Sie jetzt in den USA?

Erst einmal hoffe ich, möglichst bald meine Familie in Deutschland wiederzusehen. Wegen der Einreisebestimmungen der USA geht das derzeit nicht. Ich hoffe auf Weihnachten.

Frau Schäuble, danke für das Gespräch.

Juliane Schäuble (c) picture alliance/Schroewig/Eva Oertwig
Juliane Schäuble

ist seit 1. Juni 2018 USA-Korrespondentin des "Tagesspiegel" in Washington D. C. Sie machte ihr Diplom in Politikwissenschaften an der Universität Potsdam. ­Während ihres Studiums verbrachte sie 1999 ein Jahr in Washington, wo sie Kurse in Amerikanischer Außenpolitik belegte und Praktika absolvierte. Sie kam 2005 zum "Tagesspiegel", wo sie nach dem Volontariat zunächst als Redakteurin im Wirtschafts­ressort arbeitete, dann die Seite 2 ("Fragen des Tages") verantwortete und später stellvertretende Ressortleiterin Politik wurde, bis sie 2014 Leiterin des Politik­ressorts wurde. Ihr Vater ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. (Foto: picture alliance/Schroewig/Eva Oertwig)