Datenanalyse

Die Medienpräsenz der Parteivorsitzenden

Es ist ein Wettlauf um Präsenz, Schlagzeilen und Tonalität: Die Parteivorsitzenden bemühen sich im Wettbewerb um die Gunst der Wähler, das Gehör der Medien zu finden. Wer hatte im vergangenen Jahr die größte Medienpräsenz? Und welche Tonalität dominierte die Berichterstattung? Ein Überblick*

von Roger Dormeier

*Quellen: 2.500 Zeitungen, Zeitschriften, Online-Medien, Agenturmeldungen und Newsletter aus der PMG-Pressedatenbank; Zeitraum: 01.05.2018 bis 30.04.2019

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Mit ihrem Verzicht auf den CDU-Vorsitz erreicht Angela Merkel die höchste mediale Präsenz im Ranking der Parteivorsitzenden. Das Interesse an ihrer Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer ebbt nach deren Wahl wieder ab, mit 18,6 Prozent kann sie aber die meisten positiven Beiträge für sich verbuchen. Die meisten negativen Beiträge unter den Regierungsvertretern gehen auf das Konto von CSU-Chef Horst Seehofer. Markus Söder erreicht die größte Medienpräsenz bereits mit seiner Nominierung zum CSU-Chef, Andrea Nahles, als sie nach der ersten Einigung in der Causa Maaßen weitere Konsequenzen fordert.

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In den Reihen der Opposition dominiert FDP‑Chef Christian Lindner die Berichterstattung, gefolgt vom Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck. Bei der Tonalität hat mit 13,1 Prozent positiven Beiträge aber Annalena Baerbock die Nase vorn. Alexander Gauland von der AfD kassierte mit 54 Prozent die meiste negative Berichterstattung. Die letzten Plätze des Rankings belegt das Führungsduo der Linken, Katja Kipping und Bernd Riexinger – über sie wird am wenigsten berichtet.

 

Roger Dormeier

ist Marketing-Manager vom PMG Presse-Monitor. (Foto: Anke Illing)