Hefte raus, Klassenarbeit! Bald ein Jahr lang regiert die schwarz-rote Koalition. Dabei wurden einige Vorhaben auf den Weg gebracht. Es wurde aber auch viel gestritten. Einige Minister standen dabei im Vordergrund, andere blieben noch unsichtbar. Kaum jemand hat die Regierung so gut im Blick wie Politikjournalisten in der Hauptstadt Berlin. Sie wissen über die Schlagzeilen hinaus, welche Minister bereits ihren Fußabdruck in der deutschen Politik hinterlassen haben und welche Ressortchefs erst noch in ihren Häusern ankommen müsseen.
Deshalb haben wir Parlamentsreporter abstimmen lassen. 141 Hauptstadtjournalisten bewerteten anonym die Arbeit des Bundeskanzlers und der 17 Bundesminister mit Schulnoten von 1 bis 6.
Kriterien: Macht (Durchsetzungsfähigkeit im Kabinett/Partei), Kommunikation (medialer/öffentlicher Auftritt), Kompetenz (fachliche Expertise/Amtsführung). Pro Teilnehmer mussten mindestens fünf Kabinettsmitglieder bewertet werden.
Hier sind die ersten p&k-Zwischenzeugnisse. Im Schnitt landet das Kabinett bei der Note 3,41 – zwischen befriedigend und ausreichend.
Die besten Gesamtnoten holen Verteidigungsminister Boris Pistorius (2,33) und Innenminister Alexander Dobrindt (2,68); am Ende stehen Gesundheitsministerin Nina Warken (4,06) und Verkehrsminister Patrick Schnieder (4,04).
In den Teilbereichen zeigt sich ein klares Bild: Beim Faktor Macht führt Dobrindt (2,34), während Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (4,21) durchfällt.
Den stärksten Kommunikator sehen die Befragten in Boris Pistorius (2,29) – und ausgerechnet Kanzler Friedrich Merz bekommt für Kommunikation 4,39, der schlechteste Wert der Umfrage.
Bei der Kompetenz ist Pistorius mit 2,15 Klassenbester, Warken mit 4,16 Schlusslicht. Insgesamt wird die Kompetenz der Regierungsmitglieder im Vergleich zu ihren Macht und Kommunikationsfähigkeiten besser benotet.
Hier sind die Zeugnisse im Einzelnen:
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