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In der Berliner Parlamentsbuchhandlung an der Wilhelmstraße springt einem das Übermaß sofort ins Auge. Zwischen Reichstag, Abgeordnetenbüros und dem ARD-Hauptstadtstudio reihen sich die Früchte der jüngsten Polit-Literatur aneinander wie sonnenhungrige Urlauber an der Costa del Sol. Da fragt Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU): „Braucht unsere Gesellschaft Religion?“. SPD-Staatsminister Gernot Erler lässt titeln: „Mission Weltfrieden – Deutschlands …
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Berlin, im November 2013: Ein Minister der neuen Bundesregierung steht der Bundespressekonferenz Rede und Antwort. Hat noch jemand eine Frage? Ja, der Kollege da vorn. Der Journalist stellt sich vor und fragt nach den Plänen des Ressortchefs – ach nein, das ist ja gar kein Journalist. Es ist ein Blogger, der neuerdings zwischen den Korrespondenten …
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p&k: Frau Dehmer, Herr Blohm ist Interessenvertreter der Tabakindustrie. Entwickeln Sie als Journalistin spontan Vertrauen, wenn sie auf Interessenvertreter treffen? Dagmar Dehmer: Jeder ist Interessenvertreter. Ich bin da einigermaßen unbelastet. Es hängt vom Gespräch ab, ob ich Vertrauen entwickle oder nicht. Jeder will irgendetwas verkaufen, wenn er mit Journalisten spricht – das ist ja auch …
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Für Lobbyisten gibt es in Berlin viele Orte, die Ziele ihres Unternehmens zu vertreten. Ob beim morgendlichen Frühstück im Café Einstein, beim Mittagsplausch mit dem Bundestagsabgeordneten im Jakob-Kaiser-Haus oder bei einem der vielen Abendempfänge: Wirtschaft trifft Politik, dieses Motto gilt in der Hauptstadt an vielen Plätzen. Bei der anstehenden Bundestagswahl könnten eine weitere Kombination und …
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In Berlin-Mitte schlägt das Herz der Demokratie. Hier sitzen Bundestag und Regierung, hier finden sich aber auch die Wahrzeichen, die Berlin weltweit bekannt gemacht haben: das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude, Prachtbauten allenthalben. Ein Repräsentierstadtteil also, könnte man denken. Eigentlich nicht der typische Ort, um im Sommer ein Duell um ein Bundestagsmandat zu führen. Doch der …
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p&k: Frau Scola, auf Ihrer Webseite schreiben Sie, dass Sie Journalistin, Schriftstellerin und Bloggerin sind. Welche Aufgabe macht Ihnen am meisten Spaß? Nancy Scola: Ich mag den Journalismus, weil ich gerne neue Dinge erfahre, mit Menschen rede und außerhalb meines Büros arbeite. Dabei spannende Geschichten zu entdecken, ist eine große Herausforderung. Sie sind auch Mitherausgeberin …
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Anfang Februar deutet noch nichts darauf hin, dass das Porträt über Brigitte Fehrle plötzlich platzen könnte. Das Interview mit der Chefin der Berliner „Zeit“-Redaktion einige Tage zuvor in ihrem Büro an der Dorotheenstraße lief gut. Im Anschluss das übliche Prozedere: weitere Recherche, Text schreiben, Zitate autorisieren lassen. Dann ein Gerücht: Fehrle verlässt die „Zeit“. Telefonisch …
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p&k: Herr Keese, seit einem Jahr sind Sie bei Springer als Cheflobbyist und nicht mehr als Journalist tätig. Haben Sie schon Entzugserscheinungen? Christoph Keese: Nein, habe ich nicht. Ich bin im Herzen Journalist und bei Axel Springer dreht sich alles um Journalismus. Das passt gut. Sie haben Ihre Public-Affairs-Abteilung kürzlich durch Dietrich von Klaeden verstärkt. …