Martin Schulz erneut zum EP-Präsidenten gewählt

Foto: Marco Urban
01.07.2014

Martin Schulz ist erneut zum Präsidenten des Europäischen Parlamentes gewählt worden. Am Dienstag erhielt er auf der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Europaparlaments in Straßburg 387 von 670 abgegebenen gültigen Stimmen. Der SPD-Politiker, der bereits seit 2012 Präsident des EU-Parlaments ist, war als klarer Favorit ins Rennen gegangen. Notwendig war die absolute Mehrheit, also 336 Stimmen.

SPD und Union hatten sich im Vorfeld für den 58-jährigen Sozialdemokraten ausgesprochen. Dabei gibt es zwischen der sozialdemokratischen SuD- und der christdemokratischen EVP-Fraktion die Absprache, dass Schulz sein Amt nach der Hälfte der Amtszeit, also nach zweieinhalb Jahren, an die EVP abgeben soll.

Erst vor wenigen Tagen hatte Schulz auf einen Posten in der EU-Kommission verzichtet, allerdings unter der Bedingung, stattdessen wieder Präsident des Europäischen Parlamentes zu werden.

Für die europäischen Linken hatte der Spanier Pablo Igelias kandidiert. Die konservative ECR-Fraktion, der unter andem die britischen Tories und die Alternative für Deutschland angehören, hatten den Briten Sajjad Karim ins Rennen geschickt. Die Grünen hatten als Überraschungskandidatin die Österreicherin Ulrike Lunacek aufgestellt.

 

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