Google lässt sich Lobbyarbeit Millionen kosten

Foto: thinkstock.com / Alena Yakusheva
06.08.2014

Der Internet-Konzern Google hat im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 9,31 Millionen US-Dollar in seine Lobby-Arbeit in den USA investiert. Das geht aus einer Statistik der Organisation Center for Responsive Politics hervor. Damit steht Google an zweiter Stelle in der Liste der Unternehmen mit den höchsten Lobbyausgaben. Nur Dow Chemical lässt sich seine politische Interessenvertretung in den USA noch mehr Geld kosten. Der internationale Chemie-Konzern hatte in der ersten Jahreshälfte 9,98 Millionen US-Dollar in seine Lobby-Arbeit gesteckt.

Die meisten Lobbying-Gelder kommen in den USA jedoch nach wie vor von Verbänden. So steht die Handelskammer US Chamber of Commerce mit Ausgaben von mehr als 54 Millionen US-Dollar auf Platz 1 der Liste, gefolgt von der Immobilien-Handels-Gesellschaft National Association of Realtors (mehr als 23 Millionen US-Dollar). Der Krankenversicherungsbund Blue Cross/Blue Shield erreicht mit über elf Millionen Dollar Platz drei. Google nimmt in der Gesamtstatistik den achten Platz ein.

Das Center for Responsive Politics stellt das Ranking regelmäßig auf Basis von Daten des Senate Office of Public Records (SOPR) zusammen. Die Organisation veröffentlicht diese und andere Lobbying-Übersichten online unter opensecrets.org. (ans)

 

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