E-Government nimmt zu

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25.09.2014

Fast die Hälfte der Deutschen wünscht sich mehr digitale Angebote von Behörden. Gleichzeitig sind bereits existierende Möglichkeiten oft unbekannt. Das zeigt die Studie "eGovernment Monitor 2014", die von der Iniative D 21 und dem Institute for Public Information Management (ipima) aus München erarbeitet wurde. Bereits zum fünften Mal wurde die Situation des E-Governments in Deutschland evaluiert.

Wie aus der Untersuchung hervorgeht, wird das digitale Angebot von Verwaltungen gut angenommen. 45 Prozent der Befragten gaben an, bestehende Möglichkeiten zu nutzen. Im Vorjahr waren es nur 36 Prozent. Rein rechnerisch erledigen Bürger mittlerweile im Jahr bereits 2,4 von fünf Anliegen bei Behörden online. Ein Jahr zuvor fanden statistisch gesehen nur 1,9 von fünf Behördengängen auf digitalem Weg statt.

Angst vor Datendiebstahl weit verbreitet

Viele Deutsche stehen dem E-Government jedoch skeptisch gegenüber, da sie sich um die Sicherheit ihrer Daten sorgen. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, Angst vor Datendiebstahl zu haben. Vor zwei Jahren hatten gerade einmal vier Prozent der Menschen diese Befürchtung. In der jüngeren Vergangenheit bekannt gewordene Fälle von Identitätsdiebstahl hätten das Vertrauen der Bürger in die Sicherheit der E-Government-Angebote erschüttert, sagte Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik.

Verwaltung muss zum Alltag der Menschen passen

Alfred Zapp, Vizepräsident der Initiative D21, mahnte:  "Eine moderne Verwaltung muss zwingend zur digitalen Lebenswelt der Bürger passen." Helmut Krcmar von der Technischen Universität München sagte, Nutzen und Anwendungsmöglichkeiten des neuen Personalausweises sollten möglichst vielfältig sein. "Auf diese Weise können Anschaffungskosten gerechtfertigt werden und Routine und Sicherheit in der Anwendung von Technik entstehen", erklärte er (von Florian Till Patzer).

 

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