Die App ins Kabinett

Fotos: www.thinkstock.com/ Anatoliy Babiy; Montage: Janice Arpert
30.06.2014

Die Bundesregierung wird smart: Seit Mitte Juni hat das Kabinett eine eigene App. Inmitten des digitalen Dschungels kommt die Anwendung ziemlich offiziell daher. Der Bundesadler als Icon gibt der App jedenfalls einen amtlichen Anstrich. Beim ersten Öffnen der Anwendung werden Themen angezeigt, mit denen sich die Bundesregierung aktuell beschäftigt, wie beispielsweise die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, Verbraucherschutz oder die jüngste Sitzung des Europäischen Rats. Je nachdem, wofür man sich interessiert, kann man die App auch gezielt nach Meldungen aus bestimmten Ministerien durchforsten.

Per Push-Meldung auf dem neuesten Stand

Wer in Echtzeit Regierungsgeschehen nachvollziehen möchte, kann sich auch Push-Meldungen auf das Smartphone liefern lassen. In der Terminrubrik ist außerdem aufgelistet, wann die Kanzlerin wo unterwegs ist. Unter der Kategorie "Bundesministerien" gibt es detaillierte Lebensläufe der einzelnen Kabinettsmitglieder sowie die Adressen der Ministerien. Von der App aus führen Links zu den anderen digitalen Kommunikationskanälen der Bundesregierung, wie beispielsweise Flickr, Twitter oder Youtube. Zur App gehören auch die Video-Podcasts der Kanzlerin.

Die App ist in ihrem Aufbau klar strukturiert und somit leicht anwendbar. Genauso offiziell wie das Icon der App ist auch deren „inneres“ Erscheinungsbild: Abgesehen von den Fotos, die die einzelnen Artikel illustrieren, ist die Anwendung nüchtern in weiß und blau gehalten.

Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge kostete die Entwicklung der Anwendung etwa 105.000 Euro. Auf der App-Plattform govapps.de, einem neuen Angebot der Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik, steht die App des Bundeskabinetts gratis zum Download bereit. Sie funktioniert auf Geräten mit IOS- oder Android-Betriebssystem (von Luisa Pischtschan).

 

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