„Ich strukturiere komplexe Themen, bringe Verbündete zusammen und entwickle daraus eine klare, konsistente Kommunikation“

Person der Woche

Mann mit kurzem Haar, in Anzug, lächelt vor einem Himmel mit Wolken.
Foto: BDLI

Florian von Hennet ist seit Februar 2026 Leiter der Abteilung Politik und Kommunikation beim Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). In dieser Funktion verantwortet er die politische Interessenvertretung, die interne wie externe Kommunikation sowie Messen und Ausstellungen des Verbandes. Wir haben ihn zu seiner neuen Funktion befragt.

p&k: Herr von Hennet, was hat Sie persönlich an der Aufgabe beim Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie besonders gereizt?

von Hennet: Hier treffen drei Themen aufeinander, für die ich mich seit vielen Jahren begeistere: Kommunikation, Politik und Technik. Die Luft- und Raumfahrtindustrie steht für technologische Spitzenleistung und industrielle Wertschöpfung. Zugleich gewinnen sicherheits- und industriepolitische Fragen zunehmend an Bedeutung. Die Leistungen dieser Branche sind oft sehr komplex und benötigen deshalb eine gute Übersetzung in die öffentliche und politische Debatte. Genau an dieser Schnittstelle arbeite ich gerne: anspruchsvolle Themen so aufzubereiten, dass sie verstanden werden und in politischen Entscheidungsprozessen Wirkung entfalten.

Welche Themen möchten Sie in der politischen Interessenvertretung der Luft- und Raumfahrtindustrie besonders vorantreiben?

von Hennet: Die Luft- und Raumfahrt ist eine Schlüsselindustrie für Innovation, Sicherheit und wirtschaftliche Stärke in Deutschland und Europa. Ich will diese Rolle noch klarer vermitteln. Dazu gehört, den Beitrag der Branche zu technologischer Souveränität und Sicherheit sichtbarer zu machen, ebenso wie ihre Bedeutung für Wertschöpfung, Forschung und Arbeitsplätze.

Ein weiteres Thema ist der Nachwuchs. Die Branche bietet faszinierende Perspektiven für Ingenieurinnen, Techniker, Softwareentwicklerinnen und viele andere. Diese Chancen stärker sichtbar zu machen, halte ich für eine wichtige Aufgabe.

Kurz gesagt: Die Leistungen und das Potenzial der Branche sind enorm – meine Aufgabe sehe ich darin, sie verständlich und überzeugend in die politische und gesellschaftliche Debatte einzubringen.

Sie waren bereits in verschiedenen Stationen in Kommunikation und Public Affairs tätig, welche Erfahrungen aus diesen Stationen möchten Sie in Ihre neue Aufgabe beim BDLI einbringen?

von Hennet: Ich habe in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, vom Journalismus über Thinktanks bis hin zu Stiftungen. Was sich durch all diese Stationen zieht, ist das gleiche Grundmuster: Ich strukturiere komplexe Themen, bringe Verbündete zusammen und entwickle daraus eine klare, konsistente Kommunikation.

Der Journalismus hat mir beigebracht, Themen schnell zu durchdringen und sie verständlich zu vermitteln. In Thinktanks und Stiftungen ging es stärker um strategische Überlegungen: Welche Themen sind politisch relevant, welche Argumente überzeugen und wie organisiert man Unterstützung dafür?

Auf diese Erfahrungen will ich aufbauen, um technische und industriepolitische Themen so zu vermitteln, dass sie bei Politik, Medien und in der Öffentlichkeit richtig wahrgenommen werden. Genau darin sehe ich meine Aufgabe beim BDLI: die Perspektive einer hochinnovativen und dynamisch wachsenden Branche in den politischen Dialog einzubringen – verständlich und wirksam.