Zeitbombe Internet

Preis

19.99€

Verlag

Gütersloher Verlagshaus

Autor

Thomas Fischermann, Götz Hamann

Magazin

Rot und grün. So könnte die Zukunft des Internets aussehen – wenn es nach der National Security Agency (NSA) geht. Für die US-Geheimdienstbehörde brachte die immer stärkere Einbindung des Internets in den Alltag nicht nur Vorteile. Als die Sicherheitsprobleme zu groß wurden, baute die NSA zwei Computernetze auf: ein geschlossenes und ein offenes. Auf vielen Arbeitsplätzen stehen deswegen zwei Computer mit zwei Bildschirmen, einer mit rotem und einer mit grünem Rand. Die roten Rechner bieten Zugang zu Datenbanken und zum Internet. Die grünen Rechner bilden ein internes Netz, in denen geheime Daten bearbeitet werden können. Für Götz Hamann und Thomas Fischermann, Autoren des Buchs „Zeitbombe Internet“, ein Weg, die digitale Welt sicherer zu machen.
Für die Autoren ist das Internet zur wichtigsten Infrastruktur der Gegenwart geworden – das rasante Wachstum hat das System allerdings überfordert. „Es versagt technisch, es versagt in Sicherheitsfragen, und viele Benutzer lehnen sich neuerdings gegen die neue Technik auf.“ Der Gesellschaft drohten dauerhafte Schäden, und auch die Politik müsse aufpassen, nicht die Kontrolle zu verlieren. Die Autoren sind sich sicher: „Wir brauchen ein neues Netz“.
Klarer Vorteil des Buchs: Hamann und Fischermann sind Redakteure im Wirtschaftsressort der „Zeit“. Sie verfügen über eine hervorragende Schreibe und klären mit journalistischem Gespür über die Debatten im Netz auf. Cloud-Computing, Botnetze, „Honeypots“: Nach der Lektüre ist der Leser in gewohnter „Zeit“-Manier bestens informiert. Doch der oft reportagenlastige Stil des Buchs verdeutlicht auch einen Nachteil: Hamann und Fischermann sind Printredakteure, die sich nun eben das Internet als Buchthema herausgesucht haben. Nicht jede Forderung wirkt nachvollziehbar. Markus Beckedahl, Betreiber des Blogs „Netzpolitik.org“, spricht gar von einer „abenteuerlichen Zusammenstellung“ der Themen.
Immerhin: Beide Autoren wollen ihre Ideen mit der Netzgemeinde diskutieren. Auf ihrem Blog haben sie ein „Zeitbomber-Manifest“ online gestellt. Das Ziel: „eine Debatte über die Zukunft des Netzes“.

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