Politik zum Selbermachen – eine Gebrauchsanweisung.

Preis

11.95€

Verlag

Suhrkamp-Verlag

Autor

Eva Leipprand

Magazin

ine politische Karriere beginnt in der Regel nicht im Deutschen Bundestag. Bis zum – vermeintlich – glanzvollen Politikerleben mit schwarzen Limousinen, eigenem Mitarbeiterstab und Einladungen zu den Festveranstaltungen der Hauptstadt ist es oftmals ein steiniger Weg – der nicht selten in der Kommunalpolitik beginnt.
Für alle, die sich dort engagieren wollen, hat Eva Leipprand mit „Politik zum Selbermachen“ eine lesenswerte Gebrauchsanweisung geschrieben. Vom „Einstieg“ bis zur „Macht“ skizziert sie die einzelnen Stadien des politischen Engagements.
Die Autorin weiß, worüber sie schreibt: Von 1996 bis 2008 gehörte sie selbst der Grünen-Fraktion im Rat der Stadt Augsburg an und war von 2002 bis 2008 dritte Bürgermeisterin und Kulturreferentin.
Ihre Erfahrungen gibt Leipprand nun weiter. Gremiensitzungen, erste Kontakte zu Lobbyisten, Wahlkampf in der Fußgängerzone: Der Leser erfährt aus nächster Nähe, was es bedeutet, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Leipprand beschreibt zwar die Möglichkeiten zur politischen Gestaltung, doch zeigt sie auch deren Grenzen auf. Am Ende ist Kommunalpolitik für sie vor allem eines: das Bohren dicker Bretter.
Zu Beginn der Kapitel beschreibt die Autorin die Inhalte, Abläufe und Streitpunkte, die angehenden Politikern auf den einzelnen Etappen ihres Wegs in Amt und Würden begegnen. Anschließend fragt sie unter der Überschrift „Was denkst du?“, wie das zuvor Geschilderte auf den Leser wirkt; am Ende eines Kapitels fasst „Die Lektion“ noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen. Der Versuch, dem Leser zu erklären, welche Fragen ihn umtreiben, ist das einzige Manko des Buchs – diese Gedanken jedes Mal treffend zu beschreiben, kann nicht gutgehen.
Nichtsdestotrotz gibt „Politik zum Selbermachen“ einen realistischen Einblick in den Alltag eines Kommunalpolitikers. Wen das nicht abschreckt, der kann eine Menge für den Einstieg in die Politik ler- nen. Und wer nach der Lektüre auf eine politische Karriere verzichtet, spart Zeit und Nerven. So oder so: Es lohnt sich.

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