Beim Parlamentarischen Abend des Verbands für Physiotherapie (VPT) am 17. März 2026 in Berlin stand die zukünftige Rolle der Physiotherapie im Gesundheitssystem im Mittelpunkt. Unter dem Leitmotiv einer zukunftsfähigen Versorgung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen insbesondere über die stärkere Einbindung nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe sowie strukturelle Reformoptionen.
Im Zentrum der Debatte standen die mögliche Ausweitung des Direktzugangs zur Physiotherapie sowie deren Einbindung in multiprofessionelle Versorgungsmodelle. Angesichts von Fachkräftemangel und demografischem Wandel wurde dabei wiederholt auf die Notwendigkeit hingewiesen, bestehende Kompetenzverteilungen im System zu überprüfen und Versorgungsprozesse effizienter zu gestalten.
In der Diskussion, an der unter anderem Gesundheitspolitiker aus Bundestag und Selbstverwaltung teilnahmen, wurde sowohl Offenheit für neue Ansätze als auch der Hinweis auf die Komplexität entsprechender Reformen deutlich. Neben Fragen der Patientensicherheit und Steuerung wurde betont, dass Veränderungen auf einer evidenzbasierten Grundlage erfolgen und in tragfähige Strukturen überführt werden müssten.
Einigkeit bestand darüber, dass zukünftige Versorgung stärker interprofessionell organisiert sein wird. Kooperation zwischen den Gesundheitsberufen sowie präventive Ansätze könnten dabei eine zentrale Rolle spielen.
Mit dem Parlamentarischen Abend positioniert sich der VPT als Akteur in der gesundheitspolitischen Debatte und bringt die Perspektive der Heilmittelerbringer in die Diskussion um die Weiterentwicklung der Versorgung ein.