Deutsche Interessenvertreter sind unzufrieden mit der Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung. Das zeigt die Public-Affairs-Umfrage der Berliner Agentur MSL Deutschland. 58 Prozent der Befragten beurteilen die Kommunikation der Regierungskoalition als schlecht, weitere 20 Prozent als sehr schlecht und lediglich 22 Prozent als gut. "Im Vergleich zum Vorjahr ist die Unzufriedenheit angestiegen", sagt Axel Wallrabenstein, Chairman von MSL Deutschland. 2010 hielten lediglich zwölf Prozent der Befragten die PR-Arbeit der Regierung für sehr schlecht - und immerhin 31 Prozent für gut.
Für Wallrabenstein ist die schlechte Beurteilung der schwarz-gelben Öffentlichkeitsarbeit jedoch kein Beleg für eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der Bundesregierung. "Die Public-Affairs-Verantwortlichen trennen zwischen Leistung und Kommunikation." So seien rund 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Regierung den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland eingeleitet habe. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Im Vergleich zum Vorjahr setzen mehr Interessenvertreter auf Mailings und soziale Netzwerke, um ihre politischen Kontakte zu pflegen. An der Umfrage nahmen 50 Lobbyisten teil.
Die Studie können Sie sich auf der MSL-Webseite als pdf-Dokument herunterladen:
Montag, 26. September 2011 um 17:33
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