Am Donnerstag haben das ZDF und das Nachrichtenmagazin "Stern" das Geschichtsportal "Gedächtnis der Nation" gestartet. In Berlin erklärten Guido Knopp, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, und Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der "Stern"-Chefredaktion, die Ziele des neuen Online-Portals. Durch Zeitzeugen-Interviews will das Projekt, bei dem Bundespräsident Christian Wulff die Schirmherrschaft übernommen hat, die deutsche Geschichte im 20. und 21. Jahrhundert nachzeichnen und für nachfolgende Generationen bewahren. "Eine Nation, die ihr Gedächtnis verliert, ist verloren", sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der das Portal als Kuratoriumsvorsitzender unterstützt.
Im Zentrum des Archivs steht die Webseite www.gedaechtnis-der-nation.de, auf der sich Nutzer über die wichtigsten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ereignisse seit dem Jahr 1910 informieren können. Zurzeit umfasst das Geschichtsportal rund 100 Kurzfilme und etwa 1600 Zeitzeugen-Interviews. Auf einem eigenen Youtube-Kanal haben Nutzer die Möglichkeit, eigene Interviews hochzuladen. Eine vierköpfige Redaktion prüft die Videos und stellt sie anschließend online. Das "Gedächtnis der Nation" ist zunächst auf vier Jahre angelegt und verfügt über einen Etat von etwa zwei Millionen Euro. Neben den beiden Initiatoren ZDF und "Stern" unterstützen die Bertelsmann-Stiftung, Daimler, Gruner + Jahr, Google und die Robert-Bosch-Stiftung das Projekt.
Freitag, 7. Oktober 2011 um 18:26
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