Der ehemalige Linken-Chef Oskar Lafontaine kann sich eine Rückkehr in die Bundespolitik vorstellen. Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sagte in Berlin, dass Lafontaine zurzeit keine Spitzenposition anstrebe, für eine "Notsituation" schließe er das jedoch nicht aus. Wie eine solche aussehe, sagte Gysi nicht. Der Fraktionschef berief sich bei seiner Aussage auf ein Gespräch, das er mit Lafontaine über die Lage der Linken geführt hat.
Lafontaine hatte im Februar sein Bundestagsmandat niedergelegt, um sich auf seine Arbeit als Fraktionsvorsitzender der Linken im saarländischen Landtag zu konzentrieren. Zudem gab er im Mai 2010 den Parteivorsitz der Linkspartei ab. Vorausgegangen war eine Krebserkrankung Lafontaines, die er mittlerweile überwunden hat. Bislang hatte Lafontaine Gerüchte, dass er künftig wieder eine größere Rolle in der Bundespolitik spielen wolle, stets dementiert.
Mittwoch, 6. April 2011 um 15:09
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