US-Internetkonzerne wollen die Politik stärker in ihrem Sinne beeinflussen. Dies belegen Zahlen, die der US-Kongress jetzt veröffentlicht hat. So waren die Lobbyausgaben, die das soziale Netzwerk Facebook an den US-Kongress melden musste, mehr als fünfmal so hoch wie im Vorjahresquartal. Auch das Online-Versandhaus Amazon und der Suchmaschinenbetreiber Google hoben ihren Lobbyetat um 16 beziehungsweise 7 Prozent an.
Die Branchenriesen Microsoft und Apple hingegen scheinen mit ihrem Einfluss auf die US-Politik zufrieden zu sein und erhöhen ihre Lobbyausgaben nicht. Einzig Ebay gibt sogar weniger als im Vorjahresquartal aus.
Nach dem Lobbying Disclosure Act von 1995 sind Lobbyisten und PR-Firmen verpflichtet, die Höhe ihrer Budgets und ihre Auftraggeber vor dem US-Kongress offen zu legen. Tun sie dies nicht, droht eine Strafzahlung von bis zu 200.000 US-Dollar.
Freitag, 6. Mai 2011 um 15:46
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