Im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) hat das Umfrage-Institut Forsa die Deutschen nach ihrer Meinung über Lobbyisten befragt. Überraschendes Ergebnis: Vor allem junge Menschen bewerten die Lobbyarbeit positiv. Wichtig seien dabei allerdings Transparenz und klare Regeln. Insgesamt finden es fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) "in Ordnung", dass Lobbyisten in Berlin und Brüssel Interessen von Unternehmen, Verbänden und anderen Organisationen vertreten.
Den tatsächlichen Einfluss von Interessengruppen auf die Politik schätzt jeder dritte Befragte als "zu gering" ein. Laut Forsa gibt es hier jedoch einen Unterschied zwischen Jung und Alt: Die meisten Über-60-Jährigen bewerten den Einfluss von Interessengruppen auf die Politik als zu hoch. Anders sieht es bei den 18- bis 29-Jährigen aus: 36 Prozent sind der Meinung, ihr Einfluss müsse zunehmen, nur 31 Prozent findet den Einfluss zu hoch.
Forsa hat für die Umfrage im Juli dieses Jahres 1001 Deutsche befragt.
Mittwoch, 18. August 2010 um 11:23
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