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Bild: Thinkstock/Anna_leni
Serie How to ... Digital Public Affairs, Teil 8

Nutzt Plattformen zur Kollaboration!

Welche digitalen Tools und Trends bestimmen die Public Affairs? In einer neunteiligen Serie liefern Experten einen Überblick über den State of the Art. Teil 8: Wie die Digitaliserung dabei hilft, intern mehr Transparenz herzustellen.

von Christoph Moosbauer

Public Affairs sind heute ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Unternehmenskommunikation, nicht nur auf C-Level-Ebene. Die Schnittstellen zu anderen Abteilungen werden zahlreicher. Um Komplexität in Organisationen zu reduzieren, bietet die Digitalisierung für Unternehmen zahlreiche Lösungen. Plattformen zur Kollaboration ermöglichen Teams, transparent an einem Projekt zu arbeiten, Ressourcen effektiv einzusetzen und Wissen wie Ergebnisse zu teilen. Aber all das ist fern der Arbeitsrealität von Public-Affairs-Teams. Stake­holder-Listen werden in Excel erstellt, nach jeder Bearbeitung neu gespeichert und weitergemailt. Informationen aus Stakeholder-Gesprächen werden bei zufälligen Treffen an der Kaffeemaschine ausgetauscht. Google ist der größte Freund des Content-Teams. Kollaboration findet in Besprechungen und Telefonkonferenzen statt, aber weder dauerhaft noch in Echtzeit. Das wichtigste Kapital, das Netzwerk, wird in Outlook verwaltet. Berufliche Wechsel werden mit Glück über sozia­­le Netzwerke registriert, bilden sich aber nicht im eigenen Adressbuch ab. Berichte an übergeordnete Ebenen werden an langen Freitagabenden im Büro händisch erstellt.

Kurzum: Die Vorteile der Digitalisierung werden auf die direkte Stakeholder-Kommunikation mit Twitter und Co. beschränkt. Mittlerweile gibt es jedoch Lösungen, die politische Kommunikationsprozesse abbilden und mit Projekten, Stakeholdern und Dokumenten hinterlegen lassen. Sie ermöglichen Kollaboration, sind dank integrierter Schnittstellen zu Wissensdienstleistern stets aktuell und schaffen interne Transparenz. Redundante Stakeholder-Ansprache wird vermieden, der Kommunikationsstand ist für jeden abrufbar. Und am Freitagabend wird der Bericht für den Chef per Knopfdruck erstellt. Dann hat man vor dem Nachhauseweg noch Zeit für einen Drink im Regierungsviertel – und hey: Das ist doch eigentlich der Job eines Lobbyisten, oder?

Den ersten Teil der Serie, "Der CEO als Wahlkämpfer", finden Sie hier.

Hier geht es zum zweiten Teil der Serie: "Politische Botschaften brauchen ein Gesicht".

Teil 3: Endlich raus aus der digitalen Steinzeit!

Teil 4: Denken Sie wie ein Marketer!

Teil 5: Daten gehören ins Zentrum jeder Kommunikationsstrategie!

Teil 6: Für lange Freigabeschleifen ist keine Zeit!

Teil 7: Mehr Transparenz dank digitaler Kanäle

Christoph Moosbauer

ist Managing Director bei MSL Germany. (Foto: Alexander Knoedel Alex Dumpling 2014)