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Foto: MIT Futura
Politikaward 2016 – Die Preisträger, Teil 9

Die MIT Futura als Event für die Start-up-Szene

13 Kampagnen wurden mit dem Politikaward 2016 ausgezeichnet. In unserer Serie stellen die Preisträger der verschiedenen Kategorien ihre Konzepte vor. Im 9. Teil präsentiert die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU ihr Event-Format MIT Futura.

Redaktion

Die Veranstaltung MIT Futura 2016 ist mit dem Politikaward in der Kategorie "Event" für ihr innovatives Konzept prämiert worden. Das Start-up-Event der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU fand am 4. Juli 2016 statt und stand unter dem Leitthema "Innovation Interaction". Neben "Innovationstalks", Interaktionspanels und einem Start-up-Pitch gab es einen "Switch Pitch", in dem sich etablierte Unternehmen einer Start-up-Jury stellen mussten. Ziel des Events war, junge Unternehmen, Mittelstand, Industrie, Politik und Verbände zu vernetzen.

Worin bestanden die größten kommunikativen Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung?

Durch die MIT Futura konnte sich die MIT ein Netzwerk erschließen, zu dem die Politik sonst einen schweren Zugang hat. Eine große Herausforderung bestand darin, ein Format zu entwickeln, das gleichzeitig für die bestehende Mitgliederbasis wie auch die jüngere Start-up-Szene attraktiv ist.

Was ist an der dem Event innovativ?

Das Event-Format ist auf dem politischen Parkett durch das Tempo, die Dynamik, die Themenvielfalt und den hohen Interaktionsgrad zwischen Rednern und dem Publikum einzigartig. Die Rolle der mitwirkenden Politiker besteht vor allem darin, zuzuhören, nachzufragen und zu lernen. Innovativ war allem voran der einzigartige "Switch Pitch": Nicht Gründer stellten sich einer VC-Jury, sondern Unternehmen einer Start-up-Jury und dem Publikum. Diese bestimmten anschließend via App die Gewinner. Ungewöhnlich für eine politische Veranstaltung war zudem der "Stage Buzzer", mit dem die Gäste den Bühnentalk per Knopfdruck unterbrechen konnten.

Welche Ressourcen  hatten Sie zur Verfügung?

Die MIT Futura wurde bis auf wenige Agenturleistungen durch das sechsköpfige Team der MIT-Bundesgeschäftsstelle gestemmt. Das Budget in Höhe von 50.000 Euro wurde nicht ausgeschöpft, sondern konnte fast vollständig durch Sponsoringeinnahmen und Partner gedeckt werden.

Welche Erfolge konnten Sie verbuchen und an welchen Kriterien haben Sie diese gemessen?

Zur Zweitauflage der MIT Futura kamen rund 800 Teilnehmer – 300 mehr als im Jahr zuvor. Das Event konnte eine außergewöhnlich junge Zielgruppe erreichen sowie Gäste, die sonst weniger Kontakt zur MIT haben. Vor allem konnten wir innerhalb der deutschen Start-up-Szene darauf aufmerksam machen, dass wir als Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung auch die Interessen von Gründern und Unternehmern vertreten. Es wurden neue Mitglieder geworben, die Follower-Zahlen bei Facebook und Twitter erhöht. Der Hashtag #MITfutura bestimmte am Tag der Veranstaltung bundesweit die Trends. Durch sparsames Haushalten und zahlreiche Sponsoren konnte die Veranstaltung fast kostendeckend organisiert werden. Positives Feedback gab es vor allem zu den innovativen Veranstaltungsformaten.

Hubertus Struck

ist Referent Kommunikation und Chef vom Dienst beim Mittelstandsmagazin der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU. (Foto: Steffen Stilpirat Boettcher)