Politik & Kommunikation - Politik, Wirtschaft und Medien

Wahl-Newsletter
empty

Stuttgarter Zeitung

Der baden-württembergische SPD-Chef Nils Schmid befürwortet den Ausschluss von Thilo Sarrazin aus der Partei: "Partei muss gegen rassistische Thesen vorgehen"

Stuttgart (ots) - Der SPD-Vorsitzende im Südwesten, Nils Schmid,
hat sich deutlich für einen Ausschluss von Thilo Sarrazin aus der
Partei ausgesprochen. Er sei froh, dass der Bundesvorstand das
Verfahren am Montag offiziell einleiten wolle, weil sonst andere
Parteigliederungen, etwa der baden-württembergische Landesverband,
dies anstrengen müssten. "Es gibt Aufforderungen an uns als
Landespartei, dies zu unterstützen", sagte er der "Stuttgarter
Zeitung" (Donnerstagausgabe).

"Es wäre es fatal, wenn die Partei nicht gegen Sarrazins
rassistische Thesen vorgehen würde", sagte Schmid. Die Theorien über
vererbbare Intelligenz seien ein "Rückfall in unselige Zeiten" und
"ein grober Verstoß gegen das Grundsatzprogramm der SPD". Mit dem
sozialdemokratischen Bild von Menschenwürde und freier Entfaltung der
Persönlichkeit seien sie nicht vereinbar. Die SPD stehe auf dem
Standpunkt, dass der Weg des Menschen durchs Leben offen und nicht
genetisch vorherbestimmt sei. Deswegen hält Schmid auch den Vorschlag
eines Mitgliederentscheids über den Ausschluss "für eine absurde
Idee". Um diesen zu verhindern, müsse sich Sarrazin eindeutig von
seiner Vererbungstheorie distanzieren.

In der Debatte um Sarrazin vernimmt der SPD-Landesvorsitzende viel
Empörung in den eigenen Reihen. Diese werde vor allem von Migranten
geäußert, die sich an den Rand gestellt fühlen, sagte er. Die
grundsätzliche Unvereinbarkeit des Zusammenlebens mit Ausländern zu
behaupten sei ein Rückfall in alte Denkmuster, wonach Deutschland
kein Einwanderungsland sei. "Wir hatten geglaubt, dass diese
Diskussion überwunden ist", sagte er.

Schmid fordert für Baden-Württemberg eine Aufwertung der
Integrationspolitik. Diese solle "Chefsache" werden, sagte der
SPD-Politiker. Deshalb müsse ein Staatsminister im Staatsministerium
für diesen Querschnittsbereich zuständig sein. Ministerpräsident
Stefan Mappus (CDU) habe das Feld an eine ehrenamtliche Staatsrätin
delegiert und gezeigt, "wie unwichtig ihm Integrationspolitik ist".

Originaltext: Stuttgarter Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/48503
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_48503.rss2

Pressekontakt:
Stuttgarter Zeitung
Redaktion

Telefon: 0711-7205-1171

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

CDU prüft juristisches Eilverfahren zum NRW-Haushalt

23.09.2010 - 14:31

Rheinische Post

Integrationspolitiker kritisieren Alice Schwarzer

23.09.2010 - 00:00

Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Energie / Atom

22.09.2010 - 22:00

Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Gesundheit / Reformen

22.09.2010 - 22:00

Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Parteien / Umfragen / Grüne

22.09.2010 - 22:00

Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Russland / Rohstoffe / Arktis

22.09.2010 - 22:00

Westfalen-Blatt

Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Gesundheitsreform

22.09.2010 - 21:30

Rheinische Post

Kommentar: Grüner Höhenflug

22.09.2010 - 21:28

BERLINER MORGENPOST

Röslers Reform ist besser als ihr Ruf

22.09.2010 - 21:10

Die aktuelle Ausgabe politik&kommunikation



Cover der Aktuellen Ausgabe 85 » Heft bestellen

Inhalt

Identitätslos

Mindestlohn, Oberschule, Energiewende: Angela Merkel stellt die Weichen für den Bundestagswahlkampf 2013 – dabei vernachlässigt sie zunehmend die CDU-Basis.

Skrupellos

Die Brüder Charles und David Koch spalten die USA: Für die Liberalen sind sie Reizfiguren, bei den Konservativen gelten sie als Ikonen – wie groß ist ihr Einfluss wirklich?

Konkurrenzlos

Ende November hat p&k den Politikaward verliehen. Bei einer festlichen Gala im Tipi am Kanzleramt wurden verdiente Politiker und gelungene Kampagnen ausgezeichnet.

zum kompletten Inhaltsverzeichnis

Logo: Wahllexikon

Parteien

Die politische Partei ist ein auf Dauer angelegter Zusammenschluss von politisch gleichgesinnten Personen, die sich in unterschiedlicher organisatorischer Form an der politischen Willensbildung beteiligen. Die Partei strebt danach, politische Positionen zu besetzen und ihre Ziele in einem … zum Lexikon