Düsseldorf (ots) - Der Chef der Monopolkommission, Prof. Justus
Haucap, kritisiert den Atom-Kompromiss. "Langfristig wird der
Wettbewerb nicht gestärkt, im Gegenteil. Man hätte für den
Verbraucher mehr herausholen können", sagte Haucap der in Düssledorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Lediglich
kurzfristig würde der Preisauftrieb für die Verbraucher gedämpft. Die
längeren Laufzeiten zementierten die Marktmacht der vier
Energiekonzerne. "Man hätte die Verlängerung der Laufzeiten mit
wettbewerbsbelebenden Elementen koppeln können wie etwa der Abgabe
von Kraftwerkskapazitäten an Wettbewerber, so Haucap. "Das ist
versäumt worden ." Nun fordert der Chef der Monopolkommission ein
Entflechtungsgesetz, eine bessere Überwachung des Stromhandels an der
Börse und eine Stärkung der Stromimporte durch den Ausbau der
Grenzkuppelstellen.
Originaltext: Rheinische Post
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