Lübeck (ots) - Lübeck - Der Bundesschatzmeister der Linken, Raju
Sharma, spricht sich in der parteiinternen Debatte über die Vergütung
von Führungsmitgliedern für einen Zulagen-Verzicht aus. "Ich finde,
dass tatsächliche Aufwendungen erstattet werden müssen, genauso wie
ein realer Verdienstausfall, mehr nicht", sagte Sharma der
Online-Ausgabe der "Lübecker Nachrichten"
(www.ln-online.de/luebeck).
In der Linkspartei gibt es Unmut darüber, dass der Vorsitzende
Klaus Ernst zusätzlich zu seinen Abgeordnetendiäten und einer
Fraktionszulage noch einen Zuschlag aus der Parteikasse erhält.
Insgesamt addieren sich die Bezüge von Ernst auf gut 13.000 Euro.
Sharma, der für Schleswig-Holstein im Bundestag sitzt, hat als
Bundesschatzmeister auf das Zubrot der Partei verzichtet. Er bekomme
"eine ordentliche Diät", die ihn nicht zwinge, noch nebenbei etwas zu
verdienen. "Und nicht zuletzt hätte ich als Bundesschatzmeister ein
Problem, unseren vielen ehrenamtlichen Funktionären zu erklären,
wieso ausgerechnet ich als Vollzeitparlamentarier von den mühsam
ersparten 'Arbeitergroschen' noch ein Extrasalär bekomme", begründete
der 46-Jährige Jurist aus Eckernförde seinen Verzicht.
Originaltext: Lübecker Nachrichten
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