Düsseldorf (ots) - In den Karstadthäusern knallen die Sektkorken.
Das Unternehmen ist gerettet. Die Geschichte der Insolvenz der
Warenhauskette liest sich wie ein Krimidrehbuch - mit Höhen und
Tiefen, Schurken und Helden und einem filmreifen Happy End. Der Held
des Karstadt-Dramas ist ein schillernder Milliardär: Nicolas
Berggruen. Mit seiner Beharrlichkeit gegenüber den
High-Street-Gläubigern hat er die Herzen der Karstadt-Mitarbeiter
erobert. Er hat bis zum Schluss hoch gepokert - und gewonnen.
Berggruen hat viele Vorschusslorbeeren erhalten. Doch ist ein solcher
Entertainer auch ein guter Kaufmann, der marode Warenhäuser
profitabel machen kann? Jetzt muss der Deutsch-Amerikaner unter
Beweis stellen, dass er es ernst meint. Sein Versprechen, 70
Millionen Euro einzubringen, muss Berggruen halten. Daran wird er
gemessen. Doch das ist nicht alles. Jetzt kommt es darauf an, dass
der sympathische Unternehmer mit Fleiß und der richtigen Strategie
erreicht, dass die Kunden wieder bei Karstadt einkaufen. Sonst droht
ein zweiter Teil des Krimis, wie beim Baukonzern Holzmann. Der endete
nach der Rettung endgültig im Konkurs. Dann würde im Fall Karstadt
aus dem strahlenden doch noch ein tragischer Held.
Originaltext: Rheinische Post
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