Köln (ots) - Köln. Als "grenzwertig" bezeichnet der Duisburger
Medienethiker Professor Christian Schicha die Berichterstattung über
den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland. "Man braucht ein
Ventil, und das funktioniert über Personalisierung", sagte er dem
"Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). Die Trauer kanalisiere
sich nun in "Wut und Hass". Zudem empfindet Schicha es als "empörend,
dass immer wieder Bilder von toten Menschen gezeigt werden". Das
diene nicht der Aufklärung und Wahrheitsfindung. Generell beobachtet
Schicha eine "enorme Beschleunigung" bei den klassischen Medien durch
den Einfluss von Internetportalen wie YouTube. "Natürlich liegt es
für Journalisten nahe solche Bilder zu zeigen. Man hat wenig Aufwand,
muss nicht recherchieren. Man erzeugt Betroffenheit. Aber wichtiger
als die reine Dokumentation eines Geschehens ist eben die
Einordnung."
Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger
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