Schilderstreit kann gefährlich werden
Bozen (ots) - Italien ist ein gesegnetes Land. Offensichtlich hat
die Regierung in Rom nichts Wichtigeres zu tun, als sich mit
Schildern in Südtirol auseinanderzusetzen; wohlgemerkt mit Schildern
auf Wanderwegen.
Seit es diese Schilder gibt, sind sie in deutscher Sprache, und
Millionen Wanderer, egal ob Deutsche, Italiener, Engländer oder
Chinesen, haben ihr Ziel gefunden. Darüber beklagt haben sich nur
wenige italienische Nationalisten, die wahrscheinlich überhaupt noch
nie in unseren Bergen waren. Nicht beklagt haben sich die unzähligen
Italiener, die mit Begeisterung und Freude unsere Berge und Almen
erwandern. Und nun droht Rom, die deutschen Schilder mit Zwang
entfernen zu lassen.
Eigentlich wäre die Sache ja nur zum Lachen. Leider sind aber
genau diese Auseinandersetzungen gefährlich, weil die Emotionen mit
hineinspielen.
So werden Fronten aufgebaut, und so wird der Hass auf beiden
Seiten geschürt. Die Sprüche hört man schon in den Gasthäusern:
"Lasst sie nur kommen und unsere Schilder auswechseln; länger als
zwei Nächte stehen die eh nicht!" Oder: "Meine Motorsäge hat Hunger
nach italienischen Schildern!" Auf der anderen Seite hetzen die
üblichen Nationalistinnen und Nationalisten in Bozen.
Hier sind dringend Besonnenheit und Ausgewogenheit gefragt.
Landeshauptmann Luis Durnwalder hat einen vernünftigen Vorschlag
gemacht. Im Laufe der nächsten Jahre soll beim Austausch der Schilder
die italienische Sprache mehr berücksichtigt werden. Übersetzbare
Begriffe sollen übersetzt, aber keine neuen italienischen Flurnamen
erfunden werden.
Das wäre ein guter Kompromiss, über den Rom nochmals nachdenken
sollte. Vielleicht hat auch Minister Raffaele Fitto diese Botschaft
nicht richtig verstanden. Dann sollte Durnwalder in Rom mit dem
Schmied und nicht mit dem Schmiedl reden.
Rückfragehinweis:
Redaktion Dolomiten
mailto:toni.ebner@athesia.it
http://www.dolomiten.it
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/11523/aom
Originaltext: Dolomiten - Athesiadruck GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/81097
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_81097.rss2
Deutschland erlebt eine Reihe von spektakulären Politiker-Rücktritten. Wächst die Sehnsucht nach einer Alternative zum aufgeregten Politikbetrieb?
Die US-Parteien im Wahlkampf zu den Zwischenwahlen – darüber sprach p&k mit George W. Bushs damaligem Wahlkampfleiter Terry Nelson und KAS-Experte Ralf Güldenzopf.
Helmut Kohl ist einer seiner treuesten Kunden: Der Berliner Maßschneider Volkmar Arnulf weiß, wie Mächtige sich am besten kleiden. Dezent, aber stilvoll, lautet die Devise.